Bibliothekarisches Glossar

Startseite - Alphabetische Liste - Suchen

Fernleihe

Kontext: Benutzung

Internationaler Leihverkehr

Sollte die Literaturbeschaffung für den Benutzer innerhalb Deutschlands nicht möglich sein, kann der Internationale Leihverkehr in Anspruch genommen werden. Die Literaturfernleihe bei ausländischen Bibliotheken ist für den Benutzer aber mit längeren Wartezeiten verbunden. Der internationale Verband der Bibliotheksvereine (IFLA) hat die rechtlichen Rahmenbedingung, unter dem der Internationale Leihverkehr durchgeführt wird erlassen.
15.07.2002MG
Siehe auch:


Leihverkehr (Fernleihe)

Bibliotheken bieten den Sevice der Fernleihe von Bücher an. Ist die gewünschte Literatur nicht in der ortsansässigen Bibliothek vorhanden, kann diese bei anderen Bibliotheken beschafft werden. Die ortsansässige Bibliothek bestellt die Literatur bei der besitzende Bibliothek. Nach der Lieferung kann der Benutzer in seiner Bibliothek die Literatur in Empfang nehmen. Diese Art der Literaturbeschaffung wird Leihverkehr genannt. Man unterscheidet interner und auswärtiger Leihverkehr. Als interner Leihverkehr wird die Literaturbeschaffung innerhalb eines ortsansässigen Bibliothekssystem bezeichnet, also zwischen Zentral-und Fachbereichsbibliothek. Auswärtiger Leihverkehr stellt die Literaturverleihung zwischen zwei Bibliotheken an verschiedenen Orten dar. Ferner existiert zusätzlich noch der Deutsche Leihverkehr. Hier arbeiten viele Bibliotheken in Kooperation zusammen, um dem Benutzer nicht am Bibliotheksstandort vorhandene Literatur zu beschaffen. Man unterscheidet in den Regionalen und den Überregionalen Leihverkehr.
15.07.2002MG
Siehe auch:


Leihverkehrsregionen und Leihverkehrszentrale

Eingeteilt ist der Überregionale Leihverkehr in Deutschland nach sogenannten Leihverkehrsregionen. Leihverkehrszentralen haben die Funktion den Überregionalen Leihverkehr zu organisieren. Gemäß der Leihverkehrsordnung (LVO) sind die Regionalen Zentralkataloge oder die Einrichtungen, die in den regionalen Verbundsystemen mit der Leihverkehrsteuerung beauftragt. In Deutschland gibt es derzeit folgende Regionale Zentralkataloge und Leihverkehrsregionen: Zentralkatalog Baden-Würtenberg, Bayerischer Zentralkatalog, Berliner Gesamtkatalog, Hessischer Zentralkatalog, Niedersächsischer Zentralkatalog, Norddeutscher Zentralkatalog, Zentralkatalog Nordrhein-Westfalen, Zentralkatalog Sachsen-Anhalt, Säschischer Zentralkatalog und Thüringer Zentralkatalog.
15.07.2002MG
Siehe auch:


Regionaler Leihverkehr

Mit dem Regionalen Leihverkehr werden allgemeine (nicht spezialisierte) Literaturbeschaffungswünsche der Benutzer einer Region abgedeckt. Auf Grund der gelben Farbe des Leihscheins wird der Regionale Leihverkehr auch als "gelber Leihverkehr" bezeichnet. In Deutschland existieren nur einige Leihverkehrsregionen dieser Art, zum Beispiel in Bayern und Nordrhein-Westfalen. Konnte die gewünschte Literatur nicht aus den Beständen der regionalen Bibliotheken beschafft werden, besteht die Möglichkeit die Literatur im Überregionalen Leihverkehr zu bestellen. Die rechtlichen Rahmenbedingung unter dem der Regionaler Leihverkehr durchgeführt wird, regeln die Vorschriften der Bundesländer.
15.07.2002MG
Siehe auch:


Überregionaler Leihverkehr

Die Förderung von Forschung und Lehre sowie die Vermittlung von wissenschaftlicher Literatur für Ausbildung, Fort- und Weiterbildung, ist die Aufgabe des Überregionalen Leihverkehrs. Der Benutzer teilt der Fernleihstelle der Bibliothek seinen Literaturwunsch mit. Die Fernleihstelle ist meist nur in größeren Bibliotheken vorhanden und hat die Aufgabe den täglichen Leihverkehr abzuwickeln. In kleineren Bibliotheken hilft das Bibliothekspersonal bei der Beschaffung nicht am Ort vorhandener Literatur. Die Bestellung des Benutzers wird nun nach dem Regionalprinzip abgearbeitet. Das heißt: erst sind alle Möglichkeiten der Literaturbeschaffung in der Region auszuschöpfen, bevor die Literatur bei überregionale Bibliotheken beschafft wird. Trifft die Literatur bei der bestellenden Bibliothek ein, wird der Benutzer benachrichtigt und die Bücher können abgeholt werden. Für diese Dienstleistung hat der Benutzer eine geringe Gebühr an die Bibliothek zu entrichten. Der Überregionale Leihverkehr wird auf Grund der roten Farbe des Bestellscheins auch "roter Leihverkehr" genannt. Zu beachten ist, dass die ortsansässige Bibliothek eine offizelle Zulassung zur Teilnahme am Überregionalen Leihverkehr besitzen muss. Teilnehmen können allgemein zugängliche Wissenschaftliche und Öffentliche Bibliotheken. Die Zulassung erhalten sie vom Wissenschafts- oder Kultusministerium des jeweiligen Landes. Die Durchführung des Überregionalen Leihverkehrs wird geregelt auf der Grundlage der Leihverkehrsordnung (LVO) der Kultusministerkonferenz.
15.07.2002MG
Siehe auch: