Bibliothekarisches Glossar

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Kataloge

Kontext: Benutzung

Alphabetischer Katalog

Der Alphabetische Katalog (AK) verzeichnet die in der Bibliothek vorhandenen Bücher nach formalen Gesichtspunkten in alphabetischer Reihenfolge. Die Bücher werden im Alphabetischen Katalog nach dem Verfasser, dem Sachtitel oder der Körperschaft eingeordnet. Eignet sich für die Such z.B. nach Autoren, thematische Literatursuche ist nicht möglich.
15.09.2002MG
Siehe auch:


Kreuzkatalog

Eine Mischung oder Kreuzung aus dem Alphabetischen Katalog und Schlagwortkatalog ist der sogenannte Kreuzkatalog oder Wörterbuchkatalog. In ihm sind Verfassernamen (bzw. bei anonymen Werken Sachtitel oder Körperschaftsnamen) und Schlagwörter in einem Alphabet geordnet. Da der Kreuzkatalog formale und sachliche Erschließungsmöglichkeiten in einem Alphabet miteinander verbindet, ist er ein sehr benutzerfreundlicher Katalog.
16.07.2002MG
Siehe auch:


Online Public Access Catalog

16.07.2002MG
Siehe auch: Online-Katalog (OPAC)


Online-Katalog (OPAC)

Mit der Einführung der Datenverarbeitung in Bibliotheken, wurde es ermöglicht die Titelaufnamen in maschinenlesbarer Form in online recherchierbaren Katalogdatenbanken eines Computers zu speichern. Dabei unterscheidet man zwei Sichten auf die Katalogdatenbank. Eine Sicht mit der das Bibliotekspersonal die täglichen Titelaufnahmen in das System einspeist und arbeitet. Der Funktionsumfang ist wesentlich größer als die Sicht die dem Benutzer für Recherchen zur Verfügung gestellt wird. Dem Benutzer steht eine speziell aufbereitete menügesteuerte Suchoberflächer zur Verfügung. Diese ist in der Bedienung auf den Benutzer zugeschnitten. Man bezeichnet diesen "Benutzerkatalog" als OPAC (Online Pulic Access Catalog). Ein wesentliches Merkmal des Online-Kataloges ist, dass er die Funktionen aller Katalogarten (z.B. AK, SWK, SyK) in sich vereint. Dies hat zur Folge, dass sich die Suchmöglichkeiten und Sucheinstiege wesentlich verbesseren. Man kann nach allen formalen und sachlichen Bestandteilen der Titelaufnahme suchen, zum Beispiel: Verfasser, Sachtitel, Schlagwörter. Zusätzlich stehen dem Benuzter zwei bis drei unterschiedliche Arten der Suchfunktion zur Verfügung. Dies sind Standardsuche, erweiterte Suche und Expertensuche. Ein ausführlicher Hilfetext ergänzt die Suchoberfläche für den Benutzer. Heute verfügt fast jede Bibliothek über einen OPAC und stellt diesen dem Benutzer über Terminals, PC oder über das Internet zur Verfügung. Damit treten die klassischen Zettelkatalog für die Recherche in den Hintergrund. Sie sind aber vereinzelt noch in Bibliotheken anzutreffen.
15.07.2002MG
Siehe auch:


Sachkatalog

Während der Alphabetische Katalog die Bücher einer Bibliothek nach formalen Gesichtspunkten verzeichnet, werden in den Sachkatalogen die Bücher nach ihrem Inhalt erschlossen. Ein Sachkatalog soll auf die Frage antworten, welche Werke die Bibliothek über ein bestimmtes Sachgebiet oder Thema (einen Gegenstand, einen Ort oder eine Person) besitzt. Die Kenntnis der Verfasser oder Sachtitel ist nicht nötig. Es gibt zwei Arten des Sachkatalogs: den Schlagwortkatalog (SWK) und den Systematischen Katalog (SyKa).
15.07.2002MG
Siehe auch:


Schlagwortkatalog (SWK)

Der Alphabetische Katalog (AK) verzeichnet die in der Bibliothek vorhandenen Bücher nach formalen Gesichtspunkten in alphabetischer Reihenfolge. Die Bücher werden im Alphabetischen Katalog nach dem Verfasser, dem Sachtitel oder der Körperschaft eingeordnet. Eignet sich für die Such z.B. nach Autoren, thematische Literatursuche ist nicht möglich.
16.07.2002MG
Siehe auch:


Standortkatalog

Als Standortkatalog bezeichnet man den Katalog, in dem die Bücher in der gleichen Reihenfolge aufgeführt werden, in der sie in den Bücherregalen (an ihrem Standort!) aufgestellt sind. Der Standortkatalog ist also ein genaues Spiegelbild der Ordnung des Buchbestandes. Er dient vor allem als Hilfsmittel für die Signaturgebung. Anhand des Standortkataloges kann jedem Werk eine Signatur (Standortnummer) zugeteilt werden, die den Standort des Buches innerhalb des Bestandes festlegt. Außerdem bildet der Standortkatalog das Hilfsmittel für die von Zeit zu Zeit notwendigen Revisionen des Buchbestandes einer Bibliothek. Die innere Ordnung des Standortkataloges hängt ab von der Art, wie die Bücher in den Regalen geordnet sind. Werden die Bücher in systematischer Ordnung aufgestellt, so ist der Standortkatalog gleichzeitig ein Systematischer Katalog. Ist der Buchbestand nach der Gruppenaufstellung oder mechanisch nach dem Zugang oder aphabetisch nach Verfassern geordnet, so sind im Standortkatalog die Bücher in dieser jeweiligen Reihenfolge verzeichnet.
16.07.2002MG
Siehe auch:


Stichwortkatalog

Der Stichwortkatalog (STWK) ist ein Sachkatalog, der den Bibliotheksbestand unter Stichwörtern verzeichnet, die aus dem Titel der Bücher gewonnen werden. Während das Schlagwort für den Inhalt des Buches freigewählt wird und nicht immer im Sachtitel des Buches vorkommt, ist ein Stichwort (STW) immer ein charakteristisches, sinntragendes Wort des Sachtitels oder des Zusatzes zum Sachtitel. Das Stichwort kann, muss aber nicht mit dem Schlagwort (SW) übereinstimmen. Im Stichwortkatalog werden die einzelnen Stichwörter alphabetisch geordnet. Der Vorteil des Stichwortkatalogs liegt darin, dass die Stichwörter bei Katalogführung mit der EDV maschinell festgelegt werden können.
15.07.2002MG
Siehe auch:


Systematischer Katalog

Der Systematische Katalog (SyKa ode SyK) ist ein Sachkatalog, der den Bibliotheksbestand nach Fachgebieten unterteilt verzeichnet. Der Systematische Katalog verzeichnet die Bücher der Bibliothek ihrem Inhalt entsprechend nach einem System der Wissenschaften, wobei die einzelnen Wissensgebiete in einer bestimmten sachlich-logischen Abfolge geordnet sind. Die Hauptgebiete sind wieder in die jeweiligen Untergebiete gegliedert. Der Syk vereinigt also sachlich zusammengehörige Literatur und weist sie im Zusammenhang ihres grösseren Sachgebietes nach. Der Syk antwortet auf die Frage, welche Bücher die Bibliothek über ein grösseres Wissensgebiet besitzt. Er dient somit vor allem zur Übersicht über das Schriftum zu grossen, zusammenhängenden Sachgebieten. Der SyK erfordert bei der Benutzung eine gewisse Kenntnis der zugrundeliegenden Systematik. Zumindest muss man die Systemstelle kennen oder ermitteln, die das Sachgebiet oder Thema bezeichnet, über das man Literatur sucht.
15.09.2002MG
Siehe auch:


Verbundkatalog

Verbunkataloge bzw. die Verbundkatalogisierung wurde erst ermöglicht mit der Einführung der Datenverarbeitung in Bibliotheken. Ziel der Verbundkatalogiesierung ist die arbeitsteilige, kooperativer Katalogisierung durch mehrere, einem Verbund angeschlossen Bibliotheken. Bibliotheken speisen ihre Titelaufnamen in eine zentrale Katalogdatenbank ein. Somit stehen die Titelaufnahme den Verbund angeschlossen Biblitheken ebenfalls zur Verfügung. Ferner wird die Übernahme von bibliographischen Daten aus der Verbunddatenbank für Bibliotheken möglich. Dadurch wird die mehrmalige Titelaufnahmen eines Titels vermieden. Eine Reduzierung des Arbeitsaufwandes, Kostenersparnis und Rationalisierung ist das Ergebnis der Verbundkatalogisierung. In Deutschland existieren mehrer regionale Verbundsystem, wie zum Beispiel für Hessen, der Hessische Bibliotheksverbund (Hebis, Frankfurt a.M.). Der Benutzer profitiert ebenfalls von Verbundkatalogen. Über das Internet kann nach vorhandener Literatur einer Region online recherchiert werden. Zusätzlich erhält der Benutzer den Bestandnachweis der gesuchten Literatur und ob die Möglichkeit besteht diese über Fernleihe zu beziehen.
16.07.2002MG
Siehe auch: