Bibliothekarisches Glossar

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Sacherschließung

Sacherschließung ist die inhaltliche Beschreibung und Erschließung von Literatur. Diese Kategorie enthält alle Begriffe zur Sacherschließung.
Kontext: Erschließung

Allgemeine Systematik für Öffentliche Bibliotheken (ASB)

Die Allgemeine Systematik für Öffentliche Bibliotheken (ASB) wird an den meisten Öffentlichen Bibliotheken der westlichen Bundesländer Deutschlands angewendet. Die ASB wurde 1956 erstmals veröffentlicht und erschien 1999 in einer Neufassung. Die neue ASB umfasst 22 Hauptgruppen für Sachliteratur und eine Hauptgruppe für Belletristik, die mit Großbuchstaben bezeichnet sind. Jede Hauptgruppe ist in (unterschiedlich viele) Gruppen gegliedert, die durch Hinzufügung eines Kleinbuchstabens an den Großbuchstaben der Hauptgruppe gekennzeichnet werden. Die weitere Untergliederung wird durch das Anfügen eines weiteren Kleinbuchstabens bzw. von ein bis drei Ziffern gekennzeichnet.
29.04.2002Germann
Siehe auch: Klassifikationssystem, Klassifikatorische Sacherschließung


ASB

29.04.2002Germann
Siehe auch: Allgemeine Systematik für Öffentliche Bibliotheken (ASB)


Automatische Indexierung

Bei der automatischen Indexierung erfolgt die Zuordnung von Deskriptoren zu Dokumenten automatisch, d.h. mit Hilfe eines Computerprogramms auf Grund von Wörterbüchern. Gegebenenfalls müssen die Ergebnisse der automatischen Indexierung noch intellektuell kontrolliert und ergänzt werden. (Im Gegensatz dazu: manuelle Indexierung)
29.04.2002Germann
Siehe auch: Deskriptor, Indexierung, Manuelle Indexierung


Basisklassifikation (BK)

Die Basisklassifikation (BK) wird im Gemeinsamen Bibliotheksverbund (GBV), aber auch darüber hinaus, angewendet. Die BK ist eine Grobsystematik mit geringer Gliederungstiefe, die durch Schlagwörter weiter erschlossen wird.
29.04.2002Germann
Siehe auch: Klassifikationssystem, Klassifikatorische Sacherschließung


BK

29.04.2002Germann
Siehe auch: Basisklassifikation (BK)


Deskriptor

Der Deskriptor ist ein Klassenelement in einem Thesaurus mit Vorzugsbenennung, d.h. alle anderen Elemente haben den Status von Nicht-Deskriptoren. Nicht-Deskriptoren bilden einen Bestandteil des Zugangsvokabulars, können aber selbst nicht zur Indexierung und Recherche verwendet werden, sondern verweisen auf den entsprechenden Deskriptor.
29.04.2002Germann
Siehe auch: Thesaurus


DK

s. Dezimalklassifikation
29.04.2002Germann
Siehe auch:


Dublin Core

Dublin Core ist ein Metadaten-Schema zur Beschreibung elektronischer Ressourcen. Ursprüngliches Ziel der Bemühungen von Bibliothekaren, Informationswissenschaftlern, Informatikern und Systemspezialisten war es, einen Minimalsatz von Erschließungselementen zu definieren, die zur verbesserten Präzision und Retrievalfähigkeit digitaler Dokumente bei Recherchen im Internet, z. B. mittels Suchmaschinen, verhelfen konnten. Um die weitreichenden Möglichkeiten des Internets zu nutzen, wurde das Konzept bald erweitert, um Bilddateien und andere Arten von Dateien einzuschließen. Somit konnten inhaltliche und formale Anfragen (nach Namen, Institutionen) gezielter zum Suchergebnis kommen. Weiterhin sollen alle Arten von Medien miteinbezogen werden, die vorher in mediengetrennten Sammlungen oder gar nicht erschlossen wurden (z. B. Bibliotheken und Bibliothekskataloge, Museen, Bildarchive etc.). Weitere Informationen unter http://dublincore.org/
29.04.2002Naujoks
Siehe auch: Metadaten


Indexierung

Indexierung ist die Gesamtheit der Methoden und Verfahren sowie deren Anwendungen, die zur Zuordnung von Deskriptoren oder Notationen zu Dokumenten führen mit dem Ziel der inhaltlichen Erschließung sowie der gezielten Wiederauffindung. (DIN 31623)
29.04.2002Germann
Siehe auch: Automatische Indexierung, Deskriptor, Manuelle Indexierung, Notation, Sacherschließung


Inhaltliche Erschließung

29.04.2002Germann
Siehe auch: Sacherschließung


Inhaltserschließung

29.04.2002Germann
Siehe auch: Sacherschließung


Intellektuelle Indexierung

29.04.2002Germann
Siehe auch: Manuelle Indexierung


KAB

29.04.2002Germann
Siehe auch: Klassifikation für Allgemeinbibliotheken (KAB)


Klassifikation

29.04.2002Germann
Siehe auch: Klassifikationssystem


Klassifikation für Allgemeinbibliotheken (KAB)

Die Klassifikation für Allgemeinbibliotheken (KAB) wird an den meisten Öffentlichen Bibliotheken der östlichen Bundesländer angewendet. Sie war als Einheitsklassifikation für die Öffentlichen Bibliotheken der früheren DDR verbindlich vorgeschrieben. Die KAB wurde 1990 bis 1992 überarbeitet. Kernstück der KAB ist der Teil Sachliteratur und Belletristik für Erwachsenenbibliotheken (KAB/E) in der Ausgabe 1993. Die KAB/E verfügt über 22 Hauptgruppen für Sachliteratur sowie eine Hauptgruppe für Belletristik, die mit Großbuchstaben bezeichnet sind. Die hierarchische Untergliederung der Hauptgruppen erfolgt mithilfe von Ziffern nach dem Dezimalprinzip.
29.04.2002Germann
Siehe auch: Klassifikationssystem, Klassifikatorische Sacherschließung


Klassifikationssystem

Ein Klassifikationssystem oder eine Klassifikation ist ein Multidisziplinäres oder fachspezifisches System zur hierarchischen Einteilung von Wissen in Klassen. Dabei verzweigen sich Klassifikationen ausgehend von wenigen Hauptbegriffen baumartig in die speziellen Wissensbereiche. Die Klassen werden durch Notationen bezeichnet. Eine allgemein anerkanntes Klassifikationssystem konnte bisher noch nicht entwickelt werden, aber es gibt international und national weit verbreitete Klassifikationssysteme, die von verschiedenen Bibliotheken angewandt werden. An vielen wissenschaftlichen Universal- und Spezialbibliotheken werden aber auch individuelle, d.h. eigens für die betreffende Bibliothek entwickelte Klassifikationen angewendet. VERWEISE: klassifikatorische Sacherschließung, Notation, Dezimalklassifikation, Allgemeine Systematik für Öffentliche Bibliotheken, Klassifikation für Allgemeinbibliotheken, Regensburger Verbundklassifikation, Basisklassifikation
29.04.2002Germann
Siehe auch:


Klassifikatorische Sacherschließung

Die klassifikatorische Sacherschließung beruht auf Klassifikationssystemen mit (meist) hierarchisch geordneten Haupt- und Untergruppen oder Klassen, die durch Notationen bezeichnet werden. Bei der Sacherschließung durch Klassifizieren wird jede Publikation einer Klasse oder Systemstelle zugeordnet. Alle Bücher über das gleiche Thema erhalten die gleiche Notation und sind über diese zu ermitteln. Das Ergebnis der klassifikatorischen Sacherschließung ist der Systematische Katalog. VERWEISE: Sacherschließung, Klassifikationssystem, Notation, Systematischer Katalog
29.04.2002Germann
Siehe auch:


Manuelle Indexierung

Bei der manuellen (intellektuellen) Indexierung wird die Zuordnung von Deskriptoren zu Dokumenten von einem Menschen durchgeführt. (Im Gegensatz dazu: automatische Indexierung)
29.04.2002Germann
Siehe auch: Automatische Indexierung, Deskriptor, Indexierung


Metadaten

Metadaten sind als Daten kodierte Informationen über Daten. Stark vereinfacht und bezogen auf bibliothekarische Anwendungen sind bibliographische Beschreibungen Metadaten.
29.04.2002Naujoks
Siehe auch: Dublin Core


Mnemotechnische Notation

Mnemonik (gr.) = Gedächtniskunst. Eine mnemotechnische Notation sollte gut zu lesen, im Gespräch gut zu verstehen und gut und leicht zu merken sein (z. B. B für Bürgerliches Recht, ChT für Chemische Technik).
29.04.2002Germann
Siehe auch: Notation


Notation

Eine Notation (lat.= Bezeichnung) ist eine Buchstaben- und/oder Zahlenkombination, mit der die Zugehörigkeit eines Dokuments zu einer bestimmten Gruppe eines Wissenschaftssystems (z.B. Klassifikation) bezeichnet wird. Alle Bücher über das gleiche Thema erhalten die gleiche Notation und sind über diese zu ermitteln. Die Notation ist oft Bestandteil der Signatur, wenn der Bestand einer Bibliothek systematisch aufgestellt ist.
07.05.2002Germann
Siehe auch: Klassifikationssystem, Klassifikatorische Sacherschließung, Mnemotechnische Notation, Signatur


Permutation

Bei der Permutation werden die Schlagwörter der Schlagwort-Grundkette vertauscht, um für Zettel- oder Listenkataloge Sucheinstiege unter allen suchrelevanten Schlagwörtern zu erhalten.
29.04.2002Germann
Siehe auch: Schlagwort, Schlagwortkette


Regeln für den Schlagwortkatalog (RSWK)

Die Regeln für den Schlagwortkatalog (RSWK) regeln die Inhaltserschließung von Bibliotheksbeständen durch die Schlagwortkatalogisierung. Ausgangspunkt ist die Praxis Der Deutschen Bibliothek und der Bibliotheksverbünde, die ihre Bestände unter Nutzung der Schlagwortnormdatei (SWD) erschließen. Das Regelwerk kann jedoch in gleicher Weise lokal wie außerhalb der Bibliotheken auf andere Dokumente angewandt werden. Die RSWK berücksichtigen vorrangig die Bedürfnisse von Online-Katalogen. Für Listen- oder Zettelkataloge können sie analog angewandt werden. (Quelle: RSWK. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage)
29.04.2002Germann
Siehe auch: Verbale Sacherschließung


Regensburger Verbundklassifikation (RVK)

Die Regensburger Verbundklassifikation (RVK) entstand als Aufstellungssystematik im Bayerischen Bibliotheksverbund, wird heute aber auch von vielen Bibliotheken außerhalb Bayerns angewendet. Die RVK wird von den Anwenderbibliotheken als Verbundklassifikation kooperativ gepflegt und verbessert. Die Notationen bestehen aus je einem Großbuchstaben für Haupt- und Untergruppe und einer mehrstelligen Zahl für die Feingruppe.
29.04.2002Germann
Siehe auch: Klassifikationssystem, Klassifikatorische Sacherschließung


RSWK

29.04.2002Germann
Siehe auch: Regeln für den Schlagwortkatalog (RSWK)


RVK

29.04.2002Germann
Siehe auch: Regensburger Verbundklassifikation (RVK)


Sacherschließung

Sacherschließung ist die inhaltliche Beschreibung und Erschließung von Literatur. Die Sacherschließung wird auch Indexieren genannt. Bei der Sacherschließung ist zu unterscheiden zwischen der verbalen Sacherschließung, die hauptsächlich natürlich-sprachliche Bezeichnungen (Schlagwörter, Stichwörter) verwendet, und der klassifikatorischen Sacherschließung, die vorwiegend auf Klassifikationssystemen mit hierarchisch geordneten Systemstellen (Notationen) beruht.
07.05.2002Germann
Siehe auch: Indexierung, Klassifikatorische Sacherschließung, Verbale Sacherschließung


Schlagwort

Ein Schlagwort ist ein möglichst kurzer, den Inhalt einer Schrift wiedergebender Ausdruck. Er kann, braucht aber nicht, dem Titel des Dokuments entnommen sein. Zur vollständigen Inhaltserschließung kann ein Dokument unter mehreren Schlagwörtern verzeichnet werden.Die Schlagwortvergabe kann frei (d.h. nach individuellen Hausregeln unter Beachtung der bereits vergebenen Schlagworte ) oder aufgrund eines Schlagwortregelwerks (z.B. den Regeln für den Schlagwortkatalog - RSWK) erfolgen. VERWEISE: Schlagwortkatalog, Stichwort, Regeln für den Schlagwortkatalog
29.04.2002Germann
Siehe auch:


Schlagwortkategorie

Schlagwörter lassen sich nach den Regeln für den Schlagwortkatalog (RSWK) in verschiedene Kategorien einteilen: Personenschlagwörter, Geographische Schlagwörter, Sachschlagwörter, Zeitschlagwörter, Formschlagwörter. Diese Reihenfolge legt die Reihenfolge der Schlagwörter in der Schlagwortkette fest.
07.05.2002Germann
Siehe auch: Regeln für den Schlagwortkatalog (RSWK), Schlagwort, Schlagwortkette


Schlagwortkette

Wenn der Inhalt eines Werkes durch ein Schlagwort nicht ausgedrückt werden kann, wird eine Schlagwortkette mit zwei oder mehr Schlagwörtern gebildet. Um für Zettel- oder Listenkataloge Sucheinstiege unter allen suchrelevanten Schlagwörtern zu erhalten, wird aus der Schlagwort-Grundkette durch Permutation (Vertauschung) der Schlagwörter eine weitere (oder mehrere) Eintragung gebildet. Die Reihenfolge der Schlagwörter der Schlagwort-Grundkette richtet sich nach den Schlagwortkategorien.
29.04.2002Germann
Siehe auch: Permutation, Schlagwort, Schlagwortkategorie


Schlagwortnormdatei (SWD)

Die Schlagwortnormdatei (SWD) enthält in der Form von Schlagwörtern und Verweisungen gemäß den Regeln für den Schlagwortkatalog (RSWK) einen normierten, terminologisch kontrollierten Wortschatz im Sinne eines Thesaurus. Für jeden Begriff ist eine eindeutige Bezeichnung festgelegt (Deskriptor). Der Schlagwort-Katalogisierer kann sich auf die Ansetzungen der SWD stützen und sie als Fremddaten übernehmen. Die SWD wird kooperativ geführt, d.h. sie wird durch die Schlagwortvergabe der beteiligten Bibliotheken bzw. Bibliotheksverbünde laufend ergänzt bzw. korrigiert. Die SWD kann von Der Deutschen Bibliothek als Mikrofiche-Ausgabe oder als CD-ROM-Ausgabe bezogen werden.
07.05.2002Germann
Siehe auch: Normdatei, Deskriptor, Regeln für den Schlagwortkatalog (RSWK), Verbale Sacherschließung


Signatur

Um den Standort eines Buches innerhalb des Bestandes genau festzulegen, erhält jedes Buch eine Signatur oder Standortnummer. Die Signaturen sind in den Katalogen bei den einzelnen Titelaufnahmen verzeichnet und bilden somit das Bindeglied zwischen Katalog und Büchern. Je nach der Aufstellungsart ergeben sich unterschiedliche Arten von Signaturen.
29.04.2002Germann
Siehe auch: Notation, Titelaufnahme, Individualsignatur, Gruppensignatur, Werksignatur, Systematische Aufstellung, Mechanische Aufstellung, Grupenaufstellung


Stichwort

Ein Stichwort ist ein den Inhalt eines Dokuments beschreibendes und aus seinem Titel entnommenes Wort. Es muss also im Titel enthalten sein. (Im Gegensatz hierzu: Schlagwort.) VERWEISE: Stichwortkatalog, Schlagwort
29.04.2002Germann
Siehe auch:


SWD

30.04.2002Germann
Siehe auch: Schlagwortnormdatei (SWD)


Thesaurus

Ein Thesaurus im Bereich der Information und Dokumentation ist eine geordnete Zusammenstellung von Begriffen und ihren (vorwiegend natürlichsprachigen) Bezeichnungen, die in einem Dokumentationsgebiet zum Indexieren, Speichern und Wiederauffinden dient. Er ist durch folgende Merkmale gekennzeichnet: a) Begriffe und Bezeichnungen werden eindeutig aufeinander bezogen (terminologische Kontrolle), indem Synonyme möglichst vollständig erfaßt werden, Homonyme und Polyseme besonders gekennzeichnet werden, für jeden Begriff eine Bezeichnung (Vorzugsbenennung, Begriffsnummer oder Notation) festgelegt wird, die den Begriff eindeutig vertritt, b) Beziehungen zwischen Begriffen (repräsentiert durch ihre Bezeichnungen) werden dargestellt. Man unterscheidet drei Typen von Beziehungen (Relationen): Äquivalenzrelation: Bezeichnungen, die bedeutungsähnlich sind, werden ein und demselben Begriff zugeordnet. Es wird mit BS = Benutze / BF = Benutzt für verwiesen. Hierarchierelation: Über- und Unterordnungsverhältnis der Begriffe wird mit OB = übergeordneter Begriff / UB = untergeordneter Begriff gekennzeichnet. Assoziationsrelation: Relationen, die weder in hierarchischer noch in äquivalenter Beziehungzueinander stehen werden mit VB = verwandter Begriff gekennzeichnet.
07.05.2002 Sacherschließung
Siehe auch: Indexierung


Verbale Sacherschließung

Die verbale Sacherschließung verwendet hauptsächlich natürlich-sprachliche Bezeichnungen (Schlagwort, Stichwort) zur inhaltlichen Beschreibung und Erschließung von Literatur. Durch die verbale Sacherschließung wird vor allem eine punktuelle Literatursuche ermöglicht, d.h. die rasche Ermittlung von Literatur zu einem begrenzten, genau definierbaren Thema. Die Schlagwortvergabe kann frei (d.h. nach individuellen Hausregeln unter Beachtung der bereits vergebenen Schlagworte ) oder aufgrund eines Schlagwortregelwerks (z.B. den Regeln für den Schlagwortkatalog - RSWK) erfolgen. Das Ergebnis der verbalen Sacherschließung ist der Schlagwort- oder Stichwortkatalog. VERWEISE: Sacherschließung, Regeln für den Schlagwortkatalog, Schlagwort, Schlagwortkatalog, Stichwort, Stichwortkatalog
29.04.2002Germann
Siehe auch: