Bibliothekarisches Glossar

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Formalerschließung

Formalerschließung ist die Katalogisierung von Literatur zum Zweck des Nachweises im Alphabetischen Katalog oder im OPAC einer Bibliothek. Diese Kategorie enthält alle Begriffe zur Formalerschließung.
Kontext: Erschließung

AACR2

29.04.2002Germann
Siehe auch: Anglo-American Cataloguing Rules (AACR2)


Alphabetische Katalogisierung

29.04.2002Germann
Siehe auch: Formalerschließung


Anglo-American Cataloguing Rules (AACR2)

Die Anglo American Cataloguing Rules (AACR2) sind das anglo-amerikanische Regelwerk zur alphabetischen Katalogisierung. 1967 erschien die erste, 1978 die zweite Ausgabe, die mittlerweile mehrmals überarbeitet wurde. Die AACR2 sind international, insbesondere im englischsprachigen Raum, sehr verbreitet.
29.04.2002Germann
Siehe auch: Formalerschließung


Anonymes Werk

Ein anonymes Werk liegt vor, wenn ein Werk keinen oder mehr als drei Verfasser hat. Es ist dann entweder ein Sachtitelwerk oder ein Urheberwerk.
29.04.2002Germann
Siehe auch: Sachtitelwerk, Titelaufnahme, Urheberwerk, Verfasserwerk


Ansetzung

Als Ansetzung bezeichnen die Regeln für die alphabetische Katalogisierung (RAK) die Bildung der für die Einordnung bzw. Suche maßgeblichen Form eines Personennamens, Körperschaftsnamens oder Sachtitels. Die Ansetzung ist von großer Bedeutung für das Suchen und Wiederauffinden von Katalogeintragungen.
29.04.2002Germann
Siehe auch: Personennamendatei (PND), Gemeinsame Körperschaftsdatei (GKD)


Autopsie

Die Inaugenscheinnahme eines Dokuments, z.B. eines Exemplars einer Buchausgabe, zur Katalogisierung.
29.04.2002Germann
Siehe auch: Titelaufnahme


Bibliographische Beschreibung

Die bibliographische Beschreibung enthält alle wichtigen Angaben über das Buch: Sachtitel- und Verfasserangabe, Ausgabebezeichnung, Erscheinungsvermerk, Kollationsvermerk, Gesamttitelangabe, Fußnoten, ISBN bzw. ISSN, Aufführung der einzelnen Bände.
29.04.2002Germann
Siehe auch: Erscheinungsvermerk, Gesamttitelangabe, International Standard Bibliographic Description (ISBD), International Standard Book Number (ISBN), International Standard Serial Number (ISSN), Kollationsvermerk, Verfasserangabe


Cataloguing In Publication (CIP)

Der CIP-Dienst wird in Deutschland von Der Deutschen Bibliothek angeboten. Es handelt sich um die Erstellung einer Kurztitelaufnahme in Zusammenarbeit mit den Verlegern, die auf freiwilliger Basis die Titeldaten des noch unveröffentlichten Buches übermitteln. Diese Kurztitelaufnahme bzw. ein Hinweis darauf wird auf der Rückseite der Titelseite des Buches eingedruckt. Ca. vier Wochen vor Erscheinen des Buches erscheinen die Kurztitelaufnahmen im Neuerscheinungs-Sofortdienst Der Deutschen Bibliothek.
29.04.2002Germann
Siehe auch: Titelaufnahme


CIP

29.04.2002Germann
Siehe auch: Cataloguing In Publication (CIP)


Deskriptionszeichen

Die Gruppen der bibliographischen Beschreibung werden durch bestimmte Deskriptionszeichen getrennt und dadurch gegliedert. Diese Deskriptionszeichen sind: Punkt, Spatium, Gedankenstrich, Spatium. Innerhalb der Gruppen werden u.a. Doppelpunkt, Schrägstrich und Komma als Deskriptionszeichen verwendet.
29.04.2002Germann
Siehe auch: Bibliographische Beschreibung, Spatium, Titelaufnahme


Einheitsaufnahme

29.04.2002Germann
Siehe auch: Titelaufnahme


Einheitssachtitel

Als Einheitssachtitel wird derjenige Sachtitel bezeichnet, der einheitlich für alle Ausgaben eines Werkes bestimmt wird. Bei Übersetzungen ist dies der Titel des Originals.
29.04.2002Germann
Siehe auch: Bibliographische Beschreibung, Titelaufnahme


Erscheinungsvermerk

Der Erscheinungsvermerk enthält den Ort, den Verlag und das Jahr, in dem das Werk erschienen ist.
29.04.2002Germann
Siehe auch: Bibliographische Beschreibung, Titelaufnahme


Formalerschließung

Formalerschließung (Formalkatalogisierung oder alphabetische Katalogisierung) ist die Katalogisierung eines Buches zum Zweck des Nachweises im Alphabetischen Katalog oder im OPAC einer Bibliothek. Die alphabetische Katalogisierung umfasst die Beschreibung des Buches (bibliographische Beschreibung) und die Festlegung der formalen Merkmale bzw. Suchbegriffe, d.h. der Namen und/oder Sachtitel, unter denen die Eintragungen in das Alphabet des Alphabetischen Katalogs einzuordnen sind bzw. unter denen die Eintragungen gesucht werden können. VERWEISE: Titelaufnahme, Bibliographische Beschreibung, Regeln für die alphabetische Katalogisierung, Alphabetischer Katalog, OPAC
29.04.2002Germann
Siehe auch:


Formalkatalogisierung

29.04.2002Germann
Siehe auch: Formalerschließung


Gemeinsame Körperschaftsdatei (GKD)

Die Gemeinsame Körperschaftsdatei (GKD) enthält Ansetzungs- und Verweisungsformen von Körperschaftsnamen, die nach den Regeln für die alphabetische Katalogisierung (RAK) erstellt worden sind. Die GKD ist in den 70er-Jahren aus den maschinenlesbaren Körperschaftsaufnahmen der Zeitschriftendatenbank (ZDB), der Deutschen Bibliothek Frankfurt am Main und der Bayerischen Staatsbibliothek München aufgebaut worden. Seitdem wird sie von der Staatsbibliothek zu Berlin, der Bayerischen Staatsbibliothek, Der Deutschen Bibliothek und der Österreichischen Nationalbibliothek ständig aktualisiert und redaktionell betreut. Die GKD ist auf der Normdaten-CD-ROM Der Deutschen Bibliothek enthalten. VERWEISE: Regeln für die alphabetische Katalogisierung, Ansetzung, Normdatei
29.04.2002Germann
Siehe auch:


Gesamttitelangabe

Bei Serien oder Schriftenreihen wird in der Gesamttitelgabe der Titel der Serie oder Reihe und die laufende Nummer des jeweiligen Stücktitels angegeben.
29.04.2002Germann
Siehe auch: Bibliographische Beschreibung, Titelaufnahme


GKD

29.04.2002Germann
Siehe auch: Gemeinsame Körperschaftsdatei (GKD)


Haupteintragung

Die Haupteintragung (HE) ist der vollständigste Nachweis für ein vorhandenes Werk im Alphabetischen Katalog. Sie enthält normalerweise unverändert die Titelaufnahme.
29.04.2002Germann
Siehe auch: Nebeneintragung, Titelaufnahme, Verweisung


International Standard Bibliographic Description (ISBD)

Die International Standard Bibliographic Description (ISBD) ist eine internationale Norm für die bibliographische Beschreibung. Die Regeln für die alphabetische Katalogisierung (RAK) haben diese Regeln übernommen. VERWEISE: Regeln für die alphabetische Katalogisierung, Bibliographische Beschreibung
29.04.2002Germann
Siehe auch:


International Standard Book Number (ISBN)

Die International Standard Book Number (ISBN) dient zur Kennzeichnung eines bestimmten Buches in einer bestimmten Publikationsform (veränderte Auflagen und andere Einbandarten erhalten eine eigene ISBN). Sie wird seit etwa 1970 in den meisten im Buchhandel erscheinenden Monographien beim Impressum angeführt. Die ISBN ist immer 10-stellig und besteht aus vier Teilen: a) Gruppen-Nummer für nationale, geographische oder Sprachgruppen, b) Verlags-Nummer, c) Titel-Nummer des betreffenden Buches, c) Prüfziffer zur Kontrolle der Richtigkeit der voranstehenden Zahlenfolge.
07.05.2002Germann
Siehe auch: Bibliographische Beschreibung, International Standard Serial Number (ISSN), Titelaufnahme


International Standard Serial Number (ISSN)

Die International Standard Serial Number (ISSN) ist die internationale Standardnummer zur eindeutigen Identifizierung fortlaufender Sammelwerke (z.B. Zeitschriften). Sie besteht aus acht Ziffern, die der Übersichtlichkeit halber in zwei Blöcke á vier Ziffern aufgeteilt sind.
07.05.2002Germann
Siehe auch: Bibliographische Beschreibung, International Standard Book Number (ISBN), Titelaufnahme


ISBD

29.04.2002Germann
Siehe auch: International Standard Bibliographic Description (ISBD)


ISBN

29.04.2002Germann
Siehe auch: International Standard Book Number (ISBN)


ISSN

29.04.2002Germann
Siehe auch: International Standard Serial Number (ISSN)


Kollationsvermerk

Der Kollationsvermerk enthält die Seitenzahl des Werkes und Angaben darüber, ob das Werk Illustrationen, graphische Darstellungen o.ä. enthält.
29.04.2002Germann
Siehe auch: Bibliographische Beschreibung, Titelaufnahme


Lokaldaten

Die Lokaldaten eines Werkes sind die besitzerspezifischen Daten, die sich nur auf das vorliegende Exemplar beziehen. Dazu gehören z.B. die Signatur, Exemplarzählung einer nummerierten Ausgabe. Die Unterscheidung zwischen Lokaldaten und bibliographischen Daten, die für alle Exemplare einer Ausgabe gleich sind, sind vor allem beim Austausch von Titeldaten zwischen Bibliotheken und in Verbundkatalogen wichtig.
29.04.2002Germann
Siehe auch: Bibliographische Beschreibung, Titelaufnahme


Nebeneintragung

Die Nebeneintragung (NE) ist ein zusätzlicher Nachweis eines Werkes, für den Fall, dass es nötig ist, dieses Werk nicht nur an einer, sondern an zwei oder mehr Stellen im Alphabetischen Katalog zu verzeichnen. Die Nebeneintragung enthält i.d.R. den vollen Text der Haupteintragung und erhält einen zusätzlichen Kopf, der für die Einordnung der Nebeneintragung maßgeblich ist. Eine Nebeneintragung wird z.B. vorgenommen, wenn ein Buch gemeinschaftlich von zwei oder drei Verfassern geschrieben wurde: der erste Verfasser bekommt die Haupteintragung, die beiden anderen jeweils eine Nebeneintragung.
29.04.2002Germann
Siehe auch: Haupteintragung, Titelaufnahme, Verweisung


PI

29.04.2002Germann
Siehe auch: Preussische Instruktionen (PI)


Preussische Instruktionen (PI)

Die Instruktionen für die alphabetischen Kataloge der preußischen Bibliotheken, kurz Preussische Instruktionen (PI) sind ein Regelwerk zur Titelaufnahme und alphabetischen Einordnung, das 1908 in zweiter Auflage erschienen ist. Ein charakteristisches Merkmal der PI ist, dass bei Sachtiteln das erste grammatikalisch unabhängige (sinntragende) Substantiv für die Ordnung (Alphabetstelle) maßgeblich ist. Die PI wurden für neue Kataloge durch die Regeln für die alphabetische Katalogisierung (RAK) abgelöst. In vielen Bibliotheken findet man aber noch Altbestände, die nach PI gearbeitet sind. Dies gilt auch für gedruckte Kataloge älterer Zeit. VERWEISE: Regeln für die alphabetische Katalogisierung, Formalerschließung
29.04.2002Germann
Siehe auch:


RAK

s. Regeln für die alphabetische Katalogisierung
29.04.2002Germann
Siehe auch:


Retrospektive Katalogisierung

Bei der retrospektiven Katalogisierung werden ältere Buchbestände durch Konversion (Umwandlung) der konventionellen Kataloge (Zettelkataloge) in digitale Form gebracht. Die Katalogisate werden maschinenlesbar im MAB-Format erfasst, wobei die Titelaufnahmen gegebenenfalls verbessert und den Regeln für die alphabetische Katalogisierung (RAK) angepasst werden. Die erfassten Katalogdaten können allgemein zugänglich gemacht werden. Eine andere Variante der retrospektiven Katalogisierung ist die Umwandlung der konventionellen Kataloge in Image-Kataloge, die schnell und kostengünstig erfolgen kann. Dabei werden die Karten des Zettelkatalogs durch Scannen als Bilder (Images) digitalisiert und als Online-Katalog bereitgestellt. VERWEISE: MAB, Regeln für die alphabetische Katalogisierung
29.04.2002Germann
Siehe auch:


Sachtitel

Der Sachtitel ist die sachliche Benennung eines Werkes. Er besteht aus dem Hauptsachtitel und dem evtl. Zusatz zum Sachtitel.
29.04.2002Germann
Siehe auch: Bibliographische Beschreibung, Titelaufnahme


Sachtitelwerk

Liegt eine Schrift mit mehr als drei Verfassern oder nur mit Herausgeber oder sonstigen beteiligten Personen vor, so handelt es sich um ein Sachtitelwerk ohne Verfasser als Ordnungsblock. Diese Schrift erhält die Haupteintragung unter dem Sachtitel.
29.04.2002Germann
Siehe auch: Anonymes Werk, Titelaufnahme, Urheberwerk, Verfasserwerk


Spatium

Spatium = Leerschritt
30.04.2002Germann
Siehe auch: Deskriptionszeichen, Titelaufnahme


Titelaufnahme

Die Titelaufnahme bezeichnet sowohl den Vorgang der formalen Katalogisierung als auch deren Ergebnis. Die fertige Titelaufnahme eines Buches enthält die Ordnungsmerkmale bzw. Suchbegriffe des Buches (Kopf) sowie die bibliographische Beschreibung, d.h. alle Angaben, die zur Identifizierung des Buches wichtig sind. Die Titelaufnahme wird auch als Einheitsaufnahme bezeichnet. VERWEISE: Bibliographische Beschreibung, Formalerschließung, Regeln für die alphabetische Katalogisierung
29.04.2002Germann
Siehe auch:


Urheberwerk

Abweichend vom allgemeinen Sprachgebrauch, nach dem Urheber der Schöpfer bzw. die Schöpferin eines Werkes (auch einer Idee) ist, bezeichnen die Regeln für die alphabetische Katalogisierung (RAK) als Urheber Körperschaften, die ein anonymes Werk herausgegeben bzw. veranlasst haben. Das Urheberwerk bekommt die Haupteintragung unter dem Urheber.
10.07.2002Germann
Siehe auch: Anonymes Werk, Sachtitelwerk, Titelaufnahme, Verfasserwerk


Verfasserangabe

Die Verfasserangabe enthält den Verfasser und evtl. Herausgeber oder sonstige beteiligte Person gemäß der Haupttitelseite des Werkes.
30.04.2002Germann
Siehe auch: Bibliographische Beschreibung, Titelaufnahme


Verfasserwerk

Als Verfasserwerk bezeichnet man ein Druckerzeugnis, das bis zu drei Autoren bzw. Autorinnen hat. Es erhält die Haupteintragung unter dem Verfasser.
07.05.2002Germann
Siehe auch: Anonymes Werk, Sachtitelwerk, Titelaufnahme, Urheberwerk


Verweisung

Verweisungen sind Auffindungshilfen für Eintragungen, da sie auf die Einordnungsstellen von Haupt- und Nebeneintragungen hinweisen. Z.B. wird bei Namensverweisungen von einer abweichenden Namensform auf die Ansetzungsform verwiesen.
30.04.2002Germann
Siehe auch: Haupteintragung, Nebeneintragung, Titelaufnahme