Bibliothekarisches Glossar

Startseite - Alphabetische Liste - Suchen

Bibliothekarische Kooperationen

Diese Unterkategorie gibt Erläuterungen zu bestehenden Kooperationen an, die z.B. als Service oder Dienstleistung angeboten werden (z. Bsp.: Katalogisierungsdienst - übernehmen der vorgefertigten Titelaufnahme).
Kontext: Organisation und Konzeption

Arbeitsgemeinschaften

Bibliotheken des gleichen Typs oder der gleichen Fachrichtung haben sich vielfach zu Arbeitsgemeinschaften zusammengeschlossen, um gemeinsame Probleme zu besprechen und zu lösen. So gibt es z.B. Arbeitsgemeinschaften der Hochschulbibliotheken, der Spezialbibliotheken, der Parlaments- und Behördenbibliotheken, der Kunstbibliotheken, der Osteuropabibliotheken, der medizinischen und der juristischen Bibliotheken.
06.05.2002Buhl
Siehe auch:


Kooperative Literaturerwerbung

Auf dem Gebiet der kooperativen Literaturerwerbung, ist als wichtigstes Beispiel das System der überregionalen Literaturversorgung zu nennen, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt wird und auf dem Prinzip der abgestimmten (koordinierten) Erwerbung einer Vielzahl von wissenschaftlichen Universal- und Spezialbibliotheken beruht.
22.05.2002Buhl
Siehe auch: Erwerbung


Lektoratskoopertaion

Lektoratskooperationen sind eine wichtige Hilfe für den Bestandsaufbau der Öffentlichen Bibliotheken. Dieses Angebot was durch die Zusammenarbeit vieler Bibliothekare Begutachtungen von Büchern und anderen Medien entstehen lässt, wird in den Besprechungsdiensten der ekz.bibliotheksservice GmbH den Bibliotheken zugänglich gemacht.
22.05.2002Buhl
Siehe auch: Bestandaufbau


Literaturerschließung

Die Zusammenarbeit bei der Literaturerschliessung (Katalogisierung) stützt sich auf die in Gemeinschaftsarbeit der deutschen Bibliothekare erarbeiteten Katalog-Regelwerke (RAK und RSWK) und Normdateien (SWD, PND, GKD) und hat vor allem zur Entstehung regionaler Katalogverbundsysteme in den Ländern geführt, aber auch zu überregionalen Bestandsnachweisinstrumenten wie der Zeitschriftendatenbank (ZDB).
22.05.2002Buhl
Siehe auch: Katalogisierung, Personennamendatei (PND), PND, Regeln für den Schlagwortkatalog (RSWK), RSWK, Schlagwortnormdatei (SWD), SWD, GKD, RAK


Überregionale Literaturversorgung

Das System der überregionalen Literaturversorgung existiert seit über 50 Jahren und wurde während dieser Zeit kontinuierlich ausgebaut und den aktuellen Bedürfnissen der Forscher angepasst. Das System wurde aus der Finanznot der wissenschaftlichen Bibliotheken nach dem Zweiten Weltkrieg geboren, griff dabei aber auf ältere Traditionen zurück, die bis in das 19. Jahrhundert zurückreichen. 1949 wurden die ersten Beschaffungsrichtlinien und der erste Verteilungsplan erarbeitet und damit die noch heute gültigen Prinzipien des System der kooperativen Erwerbung und Bereitstellung festgelegt. In den 70er Jahren zeigte die Denkschrift zur Überregionalen Literaturversorgung von Wissenschaft und Forschung in der Bundesrepublik Deutschland Leitlinien für eine Reform der Sammelrichtlinien und Ausweitung der Dienstleistungsangebot auf. Die Wiedervereinigung Deutschlands und die rasche Entwicklung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien machten eine weitere Überarbeitung des Systems der überregionalen Literaturversorgung notwendig. So wurde die Zahl der beteiligten Bibliotheken durch die Aufnahme von Einrichtungen in den neuen Bundesländern erhöht. Dies erforderte eine grundlegende Neustrukturierung des Sondersammelgebietsplans, da eine Reihe von Sammelschwerpunkten verlegt wurde. Die entsprechenden Empfehlungen wurden in ein Memorandum zur Weiterentwicklung der Überregionalen Literaturversorgung aufgenommen.
22.05.2002Buhl
Siehe auch: Kooperative Literaturerwerbung