Bibliothekarisches Glossar

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B

Alle Einträge mit dem Anfangsbuchstaben "B"

Bakterienbefall

Kategorie: Bestandserhaltung / Buchbinderbegriffe
Bakterien sind einzellige Lebewesen mit kugeligem (Kokken), stäbchenförmigem (Bazillen) oder spiraligem (Spirillen) Körper. Wie auch die sog. Strahlenpilze (Actinomycetes) besitzen die meisten Bakterien im Unterschied zu Pilzen keinen eigentlichen Zellkern. Die Widerstandsfähigkeit der verschiedenen Mikroben hängt von ihrer Fähigkeit zur Sporenbildung ab. Bakterien bevorzugen ein neutrales oder schwach basisches Substrat mit einem pH-Wert von 7 - 8,5 und befallen daher v.a. Pergament, das durch die Kalkbehandlung basisch wird. Sie benötigen einen Feuchtigkeitsgehalt von etwa 30% im befallenen Substrat. Zellulose zersetzende Bakterien, die v.a. feucht gewordene Materialien befallen können, gehören zu verschiedenen systematischen Gruppen: Zu nennen wären u.a. die Cytophaga-Arten sowie die Gattungen Vibrio und Actinomyces (Streptomyces). Als Pergamentschädlinge treten v.a. Bakterien mit der Fähigkeit zur Farbstoffbildung auf wie das Bakterium prodigiosum (Serratia marcensens), das den blutroten Farbstoff Prodigiosin ausscheidet. Auch Strahlenpilze wurden als Schädlinge von Bibliotheks- und Archivgut beobachtet. Der Bakterienbefall zeigt sich auf dem Pergament nicht nur als farbige Flecken, sondern kann auch Löcher verursachen oder das Pergament in gelatinöse Massen verwandeln, die dann faulen. Pilze und Schleim bildende Bakterien wurden aus Buchfragmenten aus dem 17. und 19. Jahrhundert isoliert. Einige in Büchern vorkommende Actinomyceten-Arten können bei Menschen und Tieren Erkrankungen (Actinomykosen) hervorrufen.
29.04.2002
Siehe auch:

Balanced Scorecard

Kategorie: Qualitätsmanagement
Ein Instrument zur Steuerung von Unternehmen mittels strategischer Kennzahlen. Kern ist ein mehrdimensionales Kennzahlensystem mit 4 Dimensionen: Finanzielle, Kunden-, Prozess-, Lern- und Innovationsperspektive. Die Erweiterung gegenüber herkömmlichen Controlling-Konzepten besteht vor allem in der Aufnahme von "weichen" und zukunftsgerichteten Faktoren ("Leistungstreibern"), um sicherzustellen, dass nicht nur Erfolgsfaktoren der Vergangenheit, sondern auch die Zukunftspotenziale berücksichtigt werden.
29.04.2002
Siehe auch: Qualitätsmanagement

Basisklassifikation (BK)

Kategorie: Sacherschließung
Die Basisklassifikation (BK) wird im Gemeinsamen Bibliotheksverbund (GBV), aber auch darüber hinaus, angewendet. Die BK ist eine Grobsystematik mit geringer Gliederungstiefe, die durch Schlagwörter weiter erschlossen wird.
29.04.2002
Siehe auch: Klassifikationssystem, Klassifikatorische Sacherschließung

Batelle Ingenieurtechnik GmbH

Kategorie: Bestandserhaltung / Buchbinderbegriffe
Die inzwischen geschlossene Firma Batelle mit Sitz in Eschborn entwickelte einen umfassenden Service zur Papierentsäuerung nach dem sogenannten Papersave-Verfahren. Mit diesem Verfahren können Bücher, Archivalien und anderes Schriftgut unterschiedlicher Beschaffenheit und Verpackung im großen Umfang entsäuert werden. Die dabei verwendete Behandlungslösung aus Magnesium-Titan-Alkoxiden zur Neutralisation und dem Lösemittel Hexamethyldisiloxan ist eine patentierte Neuentwicklung. Die Auftragsannahme und -abwicklung für die bei Batelle durchgeführte Entsäuerungsbehandlung wurde durch die Firma Schempp Bestandserhaltung und Schadensanierung, Korntal-Münchingen (http://www.Bestandserhaltung.de) übernommen.
02.05.2002
Siehe auch:

Bayerische Staatsbibliothek München (BSB)

Kategorie: Dokumentenlieferdienste
Aufsatz- und Dokumentlieferdienst der Bayerischen Staatsbibliothek München (BSB). Recherche: Über den OPAC der Bibliothek. Lieferarten: E-Mail, Fax, Post. Direkt zur BSB-München (http://www.bsb-muenchen.de/)
16.07.2002
Siehe auch: Dokumentenlieferdienst

BBCOM

Kategorie: Bibliothekssoftware
BBCOM stellt ein integriertes Bibliothekssystem der Firma MSC (http://www.msc-elba.de/BBCOM.HTM) dar, das alle Funktionen für die gesamte Bestandserschließung, Bestandsverwaltung, Recherche sowie Service- und Hilfsprogramme beinhaltet. Es besteht aus den Modulen Statistik, Barcode, Datenaustausch, Ausleihe, Erwerbung, Zeitschriften, Bildarchiv, Fahrbibliothek und Fremddaten.
29.04.2002
Siehe auch:

BC Inventar A/S

Kategorie: Lieferant
Komplette Bibliothekseinrichtungen. (http://www.bc-inventar.dk/)
15.09.2002
Siehe auch: Bibliothekseinrichtung Lenk GmbH

BDB

Kategorie: Bibliothekarische Verbände & Vereine
Ziel der Bundesvereinigung Deutscher Bibliotheksverbände ( BDB ) ist die Förderung und Zusammenarbeit aller Bereiche des Bibliothekswesens und verwandter Organisationen - in Deutschland und international. Die BDB vertritt als Dachverband der bibliothekarischen Institutionen- und Personalverbände die Interessen ihrer Mitglieder - und damit ganz wesentliche gesellschaftliche Ziele.
06.05.2002
Siehe auch:

Belletristik

Kategorie: Publikationen
(französisch belles lettres: schöne Wissenschaften), seit dem 18. Jahrhundert gebräuchliche Bezeichnung der schöngeistigen Literatur bzw. Unterhaltungsliteratur, um diese von der fachspezifischen Literatur abzusetzen.
29.04.2002
Siehe auch:

Benutzerausweis

Kategorie: Ausleihe
Bei der Anmeldung des Benutzer in einer Bibliothek wird ein Benutzerausweis (Leseausweis o. Leserkarte) ausgehändigt. Neben der Unterschrift des Benutzers, der Benutzernummer (Lesernummer), ist meist ein Strichcode auf dem Benutzerausweis enthalten. Der Leseausweis berechtigt zur Nutzung der Bibliothek und ist für das Ausleihen von Büchern nötig. Einige Bibliotheken ermöglichen mit Hilfe des Leseausweises und einem Passwort die Verlängerung, Vormerkung von Büchern und Einsichtnahme auf das Benutzerkonto über das Internet. Der Leseausweis wird befristet ausgestellt. Die Fristen variieren von Bibliothek zu Bibliothek.
15.07.2002
Siehe auch: Homepage

Benutzerkonto

Kategorie: Ausleihe
Bei der Anmeldung des Benutzers in der Bibliothek wird neben der Ausstellung eines Leseausweises, der Aufnahme der persönlichen Daten, ein Benutzer- bzw. Medienkonto angelegt. Auf diesem Konto werden alle ausgeliehen Bücher bzw. Medien mit den entsprechenden Leihfristen des Benutzers nachgewiesen. Somit kann der Benutzer sich selbst informieren, welche Bücher er ausgeliehen hat und wann diese an die Bibliothek zurückgegeben werden müssen. Diese Kontoabfrage kann von Terminals oder PCs in der Bibliothek vorgenommen werden. Viele Bibliotheken bieten neben dieser Möglichkeit auch eine passwortgeschützte Online-Abfrage über das Internet an.
15.07.2002
Siehe auch: Zulassung zur Bibliotheksbenutzung

Benutzerordnung

Kategorie: Ausleihe
Die Benutzerordnung einer Bibliothek wird vom Träger festgelegt. Sie regelt die Bedingungen, unter denen die Bestände und Dienstleistungen einer Bibliothek in Anspruch genommen werden können. Im einzelnen sind dies: Rechte und Pflichten des Benutzers, Gebühren, Öffnungszeiten, kostenpflichtige Dienstleistungen der Bibliothek. Mit der Zulassung, meist mit dem Ausstellen eines Leseausweises, verpflichtet sich der Nutzer die Bibliotheksordnung einzuhalten.
15.07.2002
Siehe auch:

Benutzerorientierung

Kategorie: Organisation und Konzeption
Die Benutzerorientierung ist ein wichtiges Merkmal der Leistung einer Bibliothek. Die differenzierten Literatur- und Informationsbedürfnisse und die Arbeitsgewohnheiten der Benutzer und Benutzergruppen im Umfeld der Bibliothek müssen maßgebend sein für die Art und Inhalt des Bestandes und der Informationsangebote der Bibliothek. Durch Methoden des Marketing wird versucht, Bedürfnisse und Erwartungen der Bentuzerschaft festzustellen, im Leistungsangebot der Bibliothek zu berücksichtigen und diese durch geignete Maßnahmen bekanntzumachen. Es geht also vor allem um ein nachfrageorientiertes Medienangebot. Allerdings darf durch die Erfüllung aktueller oder spezieller Benutzerwünsche die Qualität und Ausgewogenheit des Bestandes nicht beeinträchtigt werden.
06.05.2002
Siehe auch: Marketing, Bestandaufbau

Bestandaufbau

Kategorie: Erwerbungsprozess
Die Grundlage einer gut funktionierenden benutzerorientierten Bibliothek ist eine geplante, gezielte und konsequent durchgeführte Bestandspolitik. Hierbei sind sowohl dieUnterschiede der einzelnen Bibliothekstypen als auch die damit einhergehenden unterschiedlichen Bedürfnisse und Interessen ihrer Kunden zu berücksichtigen.
29.04.2002
Siehe auch:

Bestandserhaltung

Kategorie: Finanzierung in Bibliotheken
Bücher sollen möglichst lange leben. Die Sorge für den guten Erhaltungszustand der Bücher gehört deshalb zu den wichtigsten bibliothekarischen Aufgaben. Alte und wertvolle Büchr, darüber hinaus alle Publikationen, die auf Dauer erhalten werden sollen, bedürfen der besonderen Pflege. Sie müssen möglichst lange unbeschädigt bewahrt (konserviert) und gegebenen Falls wiederhergestellt (restauriert) werden.
06.05.2002
Siehe auch:

Bestelldaten (Mindestbestelldaten)

Kategorie: Erwerbungsprozess
Zu den Mindestbestelldaten gehören die Kunden- und Empfängeridentifikation, Angaben zum Titel inklusive Preis und Menge, Angaben zur Art der Abwicklung, d. h. Auftragsart, Transportarten, chenungsbezogene Daten und abweichende Rechnungs- und Lieferadressen. Die Bestelldaten sind Grundlagen für den Kaufvertrag zwischen Buchhändler und Bibliothek.
04.05.2002
Siehe auch:

Bestellung

Kategorie: Erwerbungsprozess
Bestellung ist Auftrag der Bibliothek an den Buchhandel, gewünschte Titel zu liefern.
04.05.2002
Siehe auch:

Betriebssteuerung

Kategorie: Bibliotheksverwaltung
Zu den Methoden der Betriebssteuerung gehören z. B. die genaue Überprüfung der Arbeitsvorgänge, der erzielten Leistungen, ihre Bewertung nach Effektivität und Qualität und die Analyse von Kosten und Nutzen, auch im Vergleich mit anderen Bibliotheken. Als Konsequenz sollten dann betriebliche Änderungen erfolgen, um die Leistung zu verbessern und Kosten zu senken. Möglicherweise muss das Leistungsspektrum eingeschräkt werden, indem man sich auf unverzichtbare Dienstleistungen beschränkt, andere Leistungen aufgibt oder durch Fremdleistungen ersetzt. Durch Verfahren der Zielfestlegung und Zielüberprüfung kann im Zusammenwirken von Leistungen und Mitarbeitern die Bibliotheksarbeit konsequent auf die Ziele der Bibliothek ausgerichtet und dadruch rationeller gestaltet werden.
06.05.2002
Siehe auch:

Bezugsquellen

Kategorie: Lieferant
Sortimentsbuchhandel, Versandbuchhandel, Antiquariatsbuchhandel, Direktbezug, sonstige Bereiche des Einzelbuchhandels.
04.05.2002
Siehe auch:

BIAP

Kategorie: Bibliothekssoftware
BIAP ist ein Bibliothek-, Informations- und Ausleihsystem. Es hat die Funktionen Erwerbung und Medienverwaltung, Katalogisierung, Ausleihverwaltung, Konfiguration und Administration, OPAC, Statistik sowie ein spezielles Modul für Krankenhausbibliotheken. Die Software wird hauptsächlich in öffentlichen Bibliotheken eingesetzt. BIAP wurde – in enger Zusammenarbeit mit Bibliothekaren – praxisorientiert von der Firma Datronic (http://www.datronic.de/bibsysteme/winbiap.htm) entwickelt.
29.04.2002
Siehe auch:

BIBDIA

Kategorie: Bibliothekssoftware
BIBDIA ist ein Produkt der Firma BiBer GmbH (http://www.bibdia.de/), einem führenden Anbieter für Bibliotheks-Informations-Systeme. Das integrierte Bibliothekssystem hat die Funktionen Ausleihe, Recherche, Katalogisierung, OPAC, Datenimport im MAB-Format, Statistik und Verbundsystem. BIBDIA wurde von vielen, vor allem öffentlichen Bibliotheken in Deutschland, Skandinavien und der Schweiz installiert.
29.04.2002
Siehe auch:

Bibliographie

Kategorie: Publikationen
Literaturzusammenstellung mit dem Zweck des Nachweises relevanter Literatur eines bestimmten geographischen oder fachlichen Bereiches, z.B. Nationalbibliographie oder Fachbibliographie. Im Gegensatz zu Katalogen sind Bibliographien bestandsunabhängig. Sie werden zum Beispiel von Fachreferenten verwendet, um relevante Literatur ihres Themengebietes auszuwählen.
29.04.2002
Siehe auch:

Bibliographische Beschreibung

Kategorie: Formalerschließung
Die bibliographische Beschreibung enthält alle wichtigen Angaben über das Buch: Sachtitel- und Verfasserangabe, Ausgabebezeichnung, Erscheinungsvermerk, Kollationsvermerk, Gesamttitelangabe, Fußnoten, ISBN bzw. ISSN, Aufführung der einzelnen Bände.
29.04.2002
Siehe auch: Erscheinungsvermerk, Gesamttitelangabe, International Standard Bibliographic Description (ISBD), International Standard Book Number (ISBN), International Standard Serial Number (ISSN), Kollationsvermerk, Verfasserangabe

Bibliographische Datenbank

Kategorie: Datenbanken und Informationsdienste
Eine bibliographische Datenbank enthält Referenzen auf gedruckte, zunehmend auch auf elektronische Publikationen unterschiedlichen Typs, z.B. Zeitschriftenartikel, Reports, Monographien usw. Ein bibliographischer Datensatz (Record) enthält die bibliographischen Angaben einer Publikation, den Inhalt der Publikation repräsentierende Schlagwörter oder Deskriptoren sowie häufig ein Referat (Abstract), das die Kurzfassung des Inhalts darstellt. Einige bibliographische Datenbanken weisen einen speziellen Publikationstyp nach (Dissertationen, Patentschriften u.a.) und sind somit thematisch multidisziplinär ausgerichtet. Die Mehrzahl der Datenbanken jedoch referenziert Publikationen eines Fachgebietes.
12.07.2002
Siehe auch: Datenbank, Volltext-Datenbank, Fakten-Datenbank, CD-ROM-Datenbank, Online-Datenbank

BIBLIOTHECA 2000

Kategorie: Bibliothekssoftware
Die Bibliothekssoftware der Firma Bond (http://www.bond-online.de/) ist für alle Bibliotheksgrößen geeignet. BIBLIOTHEKA 2000 ist die an öffentlichen Bibliotheken meisteingesetzte Software. Insgesamt arbeiten 349 öffentliche Bibliotheken mit der Software (Stand 2000). So wird sie z. B. an der Stadtbibliothek Darmstadt eingesetzt. Unter einer einheitlichen, sehr nutzerfreundlichen graphischen Oberfläche sind alle Funktionen, die in einer Bibliothek benötigt werden, vereinigt. Mit einer speziellen WB-Version ist BIBLIOTHECA 2000 auch für wissenschaftliche Bibliotheken geeignet. BIBLIOTHEKA 2000 enthält die Module und Funktionen Zeitschriftenbearbeitung, Zeitschriftenverwaltung, Zweigstellenverwaltung, Notbetrieb, Lernprogramm, Barcode-Druck, ein umfassendes Statistikmodul, Multifunktions-OPAC mit Internet-Zugang und Gebührenabrechnungsfunktion, Kinder-OPAC, Dateiimport sowie CD-ROM (VLB, EKZ, Libri, DBN), Fahrbücherei- und Zweigstellenverwaltung, Erwerbungsmodul mit Etatüberwachung sowie Statistik.
29.04.2002
Siehe auch:

Bibliothek

Kategorie: Organisation und Konzeption
Unter einer Bibliothek (das Wort ist, ähnlich wie Bibliographie', dem Griechischen entlehnt und bedeutet soviel wie Buchablage, Buchbehälter) versteht man nicht allein das Gebäude bzw. die Räumlichkeiten, die zur Aufbewahrung von Büchern bestimmt sind, sondern auch alle Einrichtungen, die zum Zwecke einer ordnungsmäßigen Betreuung der Bücher mit einem solchen Bücherhaus verbunden sein müssen. So verstanden, erhält das Wort Bibliothek einen viel umfassenderen Sinn, und wir meinen damit nach ARNIM GRAESELs Definition "eine zum Zweck öffentlicher oder privater Benutzung aufgestellte Sammlung von Büchern". In Deutschland ist schon früh neben die den alten Sprachen entlehnte Bezeichnung die deutsche Form "Bücherei" getreten, doch ohne sich als Ersatz für das Fremdwort einzubürgern. Sie ist heute vorwiegend solchen Anstalten vorbehalten, die entweder, wie die Volksbüchereien, ausgesprochene Bildungsbibliotheken sind, oder doch, wie die im Laufe der letzten fünfzig Jahre vielfach entstandenen Anstalten mit gemischten Beständen, die sogenannten "Einheitsbüchereien", den Volksbüchereien nach Wesen und Aufgabe vielfach nahestehen.
29.04.2002
Siehe auch:

Bibliotheksarten

Kategorie: Organisation und Konzeption
Will man sich über die verschiedenen Arten von Bibliotheken Rechenschaft geben, so muß man versuchen, sie nach bestimmten Gesichtspunkten zu gliedern. Für eine solche Gliederung ergeben sich zwei Möglichkeiten: die nach dem Unterhaltsträger oder Besitzer der Bibliothek und die nach dem Charakter, mit anderen Worten nach der Art ihrer Aufgaben. Im ersten Falle unterscheiden wir ehemalige Reichsbibliotheken, Staats- (oder Landes-) und Stadtbibliotheken; Kirchen- und Schulbibliotheken, Bibliotheken, die im Besitz von Vereinen und Körperschaften sind und endlich solche, die wir als privates Eigentum anzusprechen haben. Die Frage nach Aufgabe und Charakter der Bibliotheken führt zu einer dreifachen Gliederung: allgemein-wissenschaftliche Bibliotheken, fachwissenschaftlich begrenzte Bibliotheken und Bildungs- oder Volksbüchereien. Die beiden erstgenannten Arten dienen in mehr oder weniger weitem Umfange wissenschaftlicher Lehre und Forschung; die dritte Gruppe hat die Aufgabe, dem allgemeinen Lese- und Bildungsbedürfnis Rechnung zu tragen.
29.04.2002
Siehe auch:

Bibliotheksausschuß (DFG)

Kategorie: Bibliotheksverwaltung
Zentrales Beratungs- und Begutachtungsgremium für alle Vorhaben der DFG in bezug auf Informationsinfrastrukturen ist der Bibliotheksausschuss, der die Leitlinien der Förderpolitik festlegt. Der Ausschuss setzt sich zur Zeit aus sieben Bibliotheksdirektoren, einem Archivdirektor, einem Vertreter des Informations- und Dokumentationswesens, einem Vertreter der Rechenzentren und vier Hochschullehrern zusammen. Er wird vom Hauptausschuss für die Dauer von zwei Jahren berufen. Der Bibliotheksausschuss tagt zweimal jährlich, im Frühjahr und im Herbst. Die vom Bibliotheksausschuss behandelten Programme und Projekte erstrecken sich über den gesamten Bereich des Bibliothekswesens, der Archive und anderer Informationseinrichtungen. Zur Planung, Begutachtung und Erfolgskontrolle der Vorhaben ist daher eine Mitwirkung von zahlreichen Experten erforderlich. Vom Bibliotheksausschuss eingesetzte Unterausschüsse und Arbeitsgruppen leisten hierzu einen wichtigen Beitrag. Die Geschäftsführung für den Bibliotheksausschuss sowie für die Unterausschüsse obliegt der Gruppe Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und Informationssysteme.
06.05.2002
Siehe auch:

Bibliotheksbetriebslehere

Kategorie: Bibliotheksverwaltung
Im Gegensatz zur sogenannten Bibliothekswissenschaft, die eine Reihe von Wissensgebieten in sich begreift, deren Kenntnis namentlich f'ür den wissenschaftlichen Bibliotheksbeamten unerläßlich ist, soll mit dem Ausdruck Bibliotheksverwaltungslehre die Bibliothekskunde im engeren Sinne verstanden werden. Sie hat die Aufgabe, mit den Einrichtungen und all den Maßnahmen bekannt zu machen, die in der Bibliothek zum Zwecke der Benutzung getroffen sind. Wir rechnen dazu neben der Lehre vom Gebäude und vom Bibliothekspersonal vor allem die drei Hauptzweige bibliothekarischer Betätigung: die Lehre von der Erwerbung, der Katalogisierung und der Benutzung der Bücher.
29.04.2002
Siehe auch:

Bibliothekseinrichtung Lenk GmbH

Kategorie: Lieferant
Die Lenk GmbH ist ein Unternehmen, dass sich auf die Planung und Lieferung von Bibliothekseinrichtungen spezialisiert hat. Das Angebot reicht von Regalsystemen bis Klebefolien. (http://www.bibliolenk.de/)
15.09.2002
Siehe auch: ekz.bibliotheksservice GmbH

Bibliothekslieferante

Kategorie: Lieferant
Library Suppliers und Zeitschriftenagenturen
04.05.2002
Siehe auch: Library Suppliers (Bibliothekslieferante), Zeitschriftenagentur

Bibliothekssoftware

Kategorie: Bibliothekssoftware
Computerprogramme, die speziell für die rechnergestützte Verwaltung der Arbeitsabläufe in Bibliotheken eingesetzt werden. Software ist der Sammelbegriff für den nicht gerätemäßigen Teil eines Computers.
29.04.2002
Siehe auch:

Bibliotheksstatistik

Kategorie: Bibliotheksverwaltung
Wie in anderen Betrieben, so ist auch in den Bibliotheken von jeher der Versuch gemacht worden, die in den drei Hauptzweigen bibliothekarischer Tätigkeit: Erwerbung, Katalogisierung und Benutzung geleistete Arbeit statistisch zu erfassen, um dadurch einerseits einen ziffernmäßigen Überblick über das im einzelnen Geleistete zu erhalten und andererseits aus den so gewonnenen Ergebnissen Schlüsse der verschiedensten Art für die weitere Gestaltung der Arbeit zu ziehen. Je enger sich im Verlaufe der letzten Jahrzehnte die Zusammenarbeit der Bibliotheken gestaltete, um so notwendiger wurde eine Statistik, die mit übersichtlichen und vor allem untereinander vergleichbaren Werten arbeitet.
29.04.2002
Siehe auch:

BIBLIS

Kategorie: Bibliothekssoftware
BIBLIS ist ein integriertes Bibliothekssystem des Softwareanbieters Sontheimer Datentechnik SDT GmbH. Es eignet sich für kleinere Bibliotheken, wobei es speziell für öffentliche Bibliotheken konzipiert wurde. Das System ist RAK-gerecht, ermöglicht den Dateiimport in verschiedenen Formaten z.B. aus EKZ-Daten und weist eine hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit auf. Angeboten werden optionale OPAC- und Erwerbungsmodule sowie Fremddatenaustausch. Das System ist netzwerkfähig.
29.04.2002
Siehe auch:

BIS-C 2000

Kategorie: Bibliothekssoftware
Bibliotheks-Informationssystem der DABIS GmbH (http://www.dabis.at/). BIS-C 2000 ist ein modulares, integriertes Bibliothekssystem für alle Bibliotheksgrößen, für den IuD-Bereich, Museen und Archive. Es ist netzwerk- und verbundfähig, ermöglicht Dateiim- und -export mit verknüpften Datensätzen, die Arbeit mit invertierten Listen sowie die Optionen Datenkompression bzw. -verschlüsselung. Die Software enthält die Module OPAC, Erwerbung, Medienbearbeitung, Rechnungslegung, Selbstverbuchung, Buchsicherung und einen integrierten Thesaurus.
29.04.2002
Siehe auch:

BIS-LOK

Kategorie: Bibliothekssoftware
Modulares Bibliothekssystem mit Möglichkeit der verschlüsselten Datenspeicherung. Die Module sind Katalogisierung, Erwerbung, Datenkorrektur, Recherche, Auskunft, OPAC, Ausleihe, Mahnung und Rechnungslegung. Datenimport ist möglich. Das System enthält einen integrierten Thesaurus. Anwender der Software sind öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken. BIS-LOK ist das am zweithäufigsten eingesetzte System in wissenschaftlichen Bibliotheken (nach Allegro). Hersteller der Software ist die Firma Dabis (http://www.dabis.at/)
30.04.2002
Siehe auch: Allegro

BK

Kategorie: Sacherschließung
29.04.2002
Siehe auch: Basisklassifikation (BK)

Bleichen

Kategorie: Bestandserhaltung / Buchbinderbegriffe
Aufhellen von Flecken und Verfärbungen durch eine chemische Behandlung, meist durch Oxidation.
29.04.2002
Siehe auch:

BLS - Bibliotheksausstattungen GmbH

Kategorie: Lieferant
Bücher in Spezialeinbänden, Bücher und andere Medien mit verbrauchsfertigen Verbuchungsmaterialien / Einrichtungsplanung, Lieferung von bibliotheksgemäßen Einrichtungsgegenständen und Materialien für alle Arbeitsbereiche der Bibliothek / Informationsdienst. (http://www.bls-berlin.de/)
15.09.2002
Siehe auch: Bibliothekseinrichtung Lenk GmbH

Blütenlese

Kategorie: Publikationen
04.05.2002
Siehe auch: Anthologie

Bockkäfer (Cerambycidae)

Kategorie: Bestandserhaltung / Buchbinderbegriffe
Käferfamilie, deren Arten sich durch auch für Menschen hörbares Zirpen orientieren und deren Larven teilweise zu den Holzschädlingen zählen
29.04.2002
Siehe auch:

Bode-Panzer AG

Kategorie: Lieferant
Bibliothekseinrichtungen, Bücher- und Zeitschriftenregale, mehrgeschossige Regalanlagen, Katalogschränke und Büromöbel. (http://www.bode-panzer-ag.de/)
15.09.2002
Siehe auch: Bibliothekseinrichtung Lenk GmbH

Bohl Lager- und Transportsysteme

Kategorie: Lieferant
Bibliotheksregale. (http://www.bohl-gmbh.de/)
15.09.2002
Siehe auch: Bibliothekseinrichtung Lenk GmbH

Boole`scher Operator

Kategorie: Recherche
Boole`sche Operatoren sind Zeichen für eine bestimmte Rechenvorschrift. Sie werden nach dem britischen Mathematiker George Boole benannt. Bei der Suche nach komplexen Sachverhalten können mit Hilfe von Operatoren verschiedene Suchaspekte miteinander verknüpft oder ausgeschlossen werden. So sind logische Verknüpfungen von z. B. Wörtern aus dem Titel oder Text des Dokumentes möglich. Boole`sche Operatoren sind: und (and), oder (or), nicht (not). UND dient zur Verknüpfung zweier Suchbegriffe. Es werden nur Dokumente gefunden, die beide Begriffe beinhalten. Mit ODER findet man Dokumente, die entweder den einen oder den anderen der gesuchten Begriffe enthalten. Beide Begriffe können natürlich auch gemeinsam vorkommen. Mit dem Operator NICHT können bestimmte Begriffe von der Suche ausgeschlossen werden, z. B. um eine große Treffermenge weiter einzuschränken.
30.04.2002
Siehe auch: Phrasensuche, Trunkierung

Briefkonvolut

Kategorie: Publikationen
Vielzahl von Briefen, die als Einheit vorgefunden oder zu einer Einheit zusammengefasst werden. Sie erhalten eine gemeinsame Titelaufnahme.
29.04.2002
Siehe auch:

British Library

Kategorie: Dokumentenlieferdienste
Das Document Supply Center der British Library liefert neben Büchern und Aufsatzkopien auch Kopien von Zeitschrifteninhaltsverzeichnissen, auf Wunsch werden Farbkopien erstellt. Recherche: WWW-Opac. Lieferarten: Fax, Post. Direkt zur British Library (http://www.bl.uk/), British Library (Document Supply Centre) (http://www.bl.uk/services/document.html).
16.07.2002
Siehe auch: Dokumentenlieferdienst

Broschüre

Kategorie: Publikationen
Eine meist nur geheftete und mit einem Umschlag aus Pappe oder Kunststoff versehene Druckschrift mit einem Umfang, der deutlich unter dem von Büchern liegt.Historisch: Diese vorwiegend in Frankreich populär gewordene Publikationsform nahm sich meist aktuellen Inhalten an, wo sie durch die regelmäßig erscheinenden Zeitschriften verdrängt wurde. Insofern bilden Broschüren den Übergang von den Büchern zu den Journalen.
29.04.2002
Siehe auch:

Bruynzeel Monta-Regalsystem GmbH

Kategorie: Lieferant
Bibliothekseinrichtungen, Bücher- und Zeitschriftenregale, Katalogschränke, Magazinregale. (http://www.bruynzeel.nl/)
15.09.2002
Siehe auch: Bibliothekseinrichtung Lenk GmbH

Btj - BIBLIOTEKSTJÄNST AB

Kategorie: Lieferant
Bibliotheksmöbel, Bibliotheksmaterial (Vertrieb durch ekz und Eichmüller). (http://www.btj.se/)
15.09.2002
Siehe auch: Bibliothekseinrichtung Lenk GmbH

Buch

Kategorie: Publikationen
Ein Druckwerk mit meist hundert bis tausend Seiten, die durch Heftung oder Leimung verbunden sind und durch einen Einband oder Umschlag geschützt sind. Trotz erheblicher Schwankungen in Form und Größe nimmt es im Regal meist weniger als 3 x 25 x 25 cm ein.
29.04.2002
Siehe auch:

Buchblock

Kategorie: Bestandserhaltung / Buchbinderbegriffe
Der Innenteil eines Buches, das heißt die Gesamtheit der Papierblätter ohne die Vorsatzblätter. Der Buchblock ist entweder paginiert (die Seiten sind gezählt) oder foliiert (die Blätter sind nummeriert).
29.04.2002
Siehe auch:

Buchpatenschaft

Kategorie: Bestandserhaltung / Buchbinderbegriffe
Buchrestauration von Einzelstücken auf der Basis von Spenden- und Sponsorengeldern. Die Spender bzw. Sponsoren fungieren als Paten und werden, meist ab einer gewissen Summe, im Zusammenhang mit dem geretteten Buch genannt. Dies geschieht oft durch spezielle Exlibris, welche den Namen des Spenders tragen. Buchpatenschaften entstehen in der Regel im Rahmen von Projekten und systematisch angelegten Rettungsaktionen von Fördervereinen oder Arbeitsgruppen, welche mögliche interessierte Spender gezielt ansprechen. Die zweckgebundenen Spenden können sich auf Leistungen wie die individuelle Restaurierung, die Einbandreparatur bzw. die Neubindung, die Entsäuerung oder die Verfilmung beziehen. Sie sind steuerlich als Sonderausgaben abzugsfähig.
02.05.2002
Siehe auch: Privatisierung

Bücherlaus (Liposcelis divinatorius)

Kategorie: Bestandserhaltung / Buchbinderbegriffe
Flügellose, winzige (max. ca. 1,5 mm), zwischen Papierseiten lebende Art der Staubläuse, lebt vorzugsweise in feuchter, warmer Umgebung und ernährt sich von Schimmelpilzen, Stärke, organischem Leim, Gewebe, Papier, Seide und Leder, natürlicher Fressfeind ist der Bücherskorpion.
29.04.2002
Siehe auch:

Bücherschädlinge

Kategorie: Bestandserhaltung / Buchbinderbegriffe
Oberbegriff für Insekten, Nager u.a. Tiere, die Papier, Pappe, Holz, Leim u.ä. fressen.
29.04.2002
Siehe auch:

Bücherskorpion (Chelifer cancroides)

Kategorie: Bestandserhaltung / Buchbinderbegriffe
Rötlich-brauner, sehr kleiner (ca. 3 mm) Nützling, Afterskorpion ohne Giftstachel, lebt u.a. in Gebäuden zwischen Büchern, wo er Bücherschädlinge wie Milben und Bücherläuse jagt.
29.04.2002
Siehe auch:

Bücherwurm

Kategorie: Bestandserhaltung / Buchbinderbegriffe
Allgemeine Sammelbezeichnung für die Larven verschiedener Käferarten, die ihre Eier in Büchern ablegen und deren Larven sich dann unter Umständen mehrere Jahre durch ihre Umgebung fressen und dabei erhebliche Schäden verursachen.
29.04.2002
Siehe auch:

Büttenleimung

Kategorie: Bestandserhaltung / Buchbinderbegriffe
In der manuellen Papierherstellung war das Leimen der Bögen ein selbständiger Arbeitsgang neben Schöpfen, Pressen, Trocknen und Polieren. Durch die Leimung wurde das Papier tintenfest.
29.04.2002
Siehe auch: