Bibliothekarisches Glossar

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D

Alle Einträge mit dem Anfangsbuchstaben "D"

Datenbank

Kategorie: Datenbanken und Informationsdienste
Eine Datenbank ist eine große Sammlung von elektronisch gespeicherten Daten, die mittels Computer abfragbar sind. In einer Datenbank werden Informationen so gespeichert, dass sie sicher und schnell wiedergefunden werden können. Eine Datenbank hat einen Index, der den schnellen Zugriff auf die Informationen ermöglicht. Man unterscheidet je nach Inhalt zwischen: Bibliographischen Datenbanken, Faktendatenbanken, Volltextdatenbanken und Current-Contents-Datenbanken. Außerdem wird formal zwischen Online- und CD-ROM-Datenbanken unterschieden.
30.04.2002
Siehe auch: Datenbanksystem, Bibliographische Datenbank, Volltext-Datenbank, Fakten-Datenbank, CD-ROM-Datenbank, Online-Datenbank

Datenbankserver

Kategorie: DV-Komponenten
In einem System von vernetzten Rechnern wird der Rechner als Datenbankserver bezeichnet, der das Datenbankprogramm und die Daten speichert. Er bedient die Anfragen aller angeschlossenen Rechner. Ein Datenbankserver ist in der Client-Server-Architektur gestaltet, d. h. es entfällt das Überspielen der gesamten Datei an den Benutzer. Es wird nur das Ergebnis einer Anfrage übermittelt. Veränderungen an den Daten können nur vom Server durchgeführt werden. Die Datensicherheit wird durch aufwendige Sicherheitsprotokolle gewährleistet.
30.04.2002
Siehe auch: Datenbanksystem, Datenbank

Datenbanksystem

Kategorie: Datenbanken und Informationsdienste
Ein Datenbanksystem ist ein datenverwaltendes System, das der Einrichtung, Speicherung und dem Zugriff auf elektronische Datenbestände dient. Im engeren Sinne besteht das Datenbanksystem aus der Datenbank (d.h. dem Datenbestand), dem Datenbankverwaltungssystem und -aber nicht notwendigerweise- der Benutzeroberfläche oder den Anwendungsprogrammen. In der Regel kann ein Datenbankverwaltungssystem auch mit unabhängigen Anwendungsprogrammen kommunizieren, wenn eine entsprechende Programmschnittstelle eingerichtet ist.
30.04.2002
Siehe auch: Datenbank, Datenbankserver

Datensicherheit

Kategorie: EDV in Bibliotheken
Datensicherheit umfasst alle organisatorischen und technischen Massnahmen für die Sicherstellung der notwendigen Verfügbarkeit und Abschirmung der Daten. Gerade in Bibliotheken spielt Datensicherheit bei der Bereitstellung von Internetarbeitsplätzen für die Benutzer eine wesentliche Rolle. Bestimmte Websites können z. B. mit Hilfe von spezieller Sicherheitssoftware gesperrt werden, so dass die Benutzer keine Möglichkeit haben, von Internet-PCs innerhalb der Bibliothek auf diese zuzugreifen. Auch müssen die Benutzerdaten, die in der Bibliothek gespeichert werden, vor unberechtigten Zugriffen von außen geschützt werden. Dies ist vor allem an Hochschulbibliotheken bei Verwendung der sogenannten Studi-Cards, die mehrere Funktionalitäten in sich vereinen, z. B. ausser als Studentenausweis auch als Bibliotheksausweis und zum Bezahlen in der Mensa benutzt werden können, zu gewährleisten. Auch werden aus Datenschutzgründen die bibliotheksinternen PCs vom Administrator so konfiguriert, dass keine Systemeinstellungen bzw. -installationen durch die Benutzer möglich sind.
30.04.2002
Siehe auch: Netzwerk, Internet

DBI

Kategorie: Bibliothekarische Verbände & Vereine
Vor vierzig Jahren entstand die Arbeitsstelle für das Büchereiwesen (AfB) des Deutschen Bibliotheksverbandes als Dienstleister der Öffentlichen Bibliotheken. Anfang der siebziger Jahre wurde parallel dazu als Projekt der DFG die Arbeitstelle für Bibliothekstechnik (ABT) begründet, um die Einführung der Elektronischen Datenverarbeitung in wissenschaftlichen Bibliotheken unterstützen und begleiten zu können. Aus dem Büchereiwesen wurde das gemeinsame Bibliothekswesen, was sich auch im Namen der AfB wiederspiegelte. Im Jahre 1978 wurden beide Einrichtungen zum Deutschen Bibliotheksinstitut zusammengeführt. Das Deutsches Bibliotheksinstitut wurde am 31.12.1999 aufgelöst.
22.05.2002
Siehe auch: DFG, EDBI

DBI-Link

Kategorie: Dokumentenlieferdienste
Dem vom ehemaligen Deutschen Bibliotheksinstitut (DBI) organisierten Dokumentlieferdienst (http://dbix01.dbi-berlin.de:8163/infos/homepage.htm) sind zur Zeit 21 deutsche Bibliotheken als Supplier (Lieferbibliotheken) angeschlossen. Die Besteller wählen die Lieferbibliothek selbst aus. Die meisten Bibliotheken bieten neben der Lieferung von Zeitschriftenaufsätzen auch den Monographienversand an. Lieferart: Fax, Post. Direkt zu DBI-Link.
16.07.2002
Siehe auch: Dokumentenlieferdienst

DBV

Kategorie: Bibliothekarische Verbände & Vereine
Am 23. Februar 1949 fand in Nierstein die Gründungsversammlung des Deutschen Büchereiverbandes, ohne die Teilnahme der wissenschaftlichen Bibliotheken, statt. Am 13. Juni 1973 wurde auf der Mitgliederversammlung in Hamburg die Satzungsänderung und Umbenennung in Deutscher Bibliotheksverband e.V. beschlossen (Gesamtverband aller Bibliotheken, einschließlich der wissenschaftlichen Bibliotheken). In der DDR wurde am 18./19. März 1964 in Berlin der Deutsche Bibliotheksverband gegründet. Auf der gemeinsamen Mitgliederversammlung am 28. Februar 1991 in Göttingen wurde die Vereinigung der beiden Verbände zum Deutschen Bibliotheksverband e.V. beschlossen.
06.05.2002
Siehe auch:

Dehydrierung

Kategorie: Bestandserhaltung / Buchbinderbegriffe
Reaktion, bei der Wasserstoff aus einer organischen Verbindung abgespalten wird. Infolge von Dehydrierung können Haarrisse im Papier auftreten.
02.05.2002
Siehe auch: Haarriss

Deskriptionszeichen

Kategorie: Formalerschließung
Die Gruppen der bibliographischen Beschreibung werden durch bestimmte Deskriptionszeichen getrennt und dadurch gegliedert. Diese Deskriptionszeichen sind: Punkt, Spatium, Gedankenstrich, Spatium. Innerhalb der Gruppen werden u.a. Doppelpunkt, Schrägstrich und Komma als Deskriptionszeichen verwendet.
29.04.2002
Siehe auch: Bibliographische Beschreibung, Spatium, Titelaufnahme

Deskriptor

Kategorie: Sacherschließung
Der Deskriptor ist ein Klassenelement in einem Thesaurus mit Vorzugsbenennung, d.h. alle anderen Elemente haben den Status von Nicht-Deskriptoren. Nicht-Deskriptoren bilden einen Bestandteil des Zugangsvokabulars, können aber selbst nicht zur Indexierung und Recherche verwendet werden, sondern verweisen auf den entsprechenden Deskriptor.
29.04.2002
Siehe auch: Thesaurus

Deutsche Schabe (Blattella germanica)

Kategorie: Bestandserhaltung / Buchbinderbegriffe
Auch: Hausschabe, kleiner (bis 15 mm), brauner Kulturfolger. Sie trägt einen Halsschild mit zwei dunklen Längsstreifen. Sie ist flugunfähig, nachtaktiv und bevorzugt eine warme Umgebung. Der Allesfresser verursacht v.a. an organischen Buchmaterialien Fraßschäden.
02.05.2002
Siehe auch:

Deutsche Zentralbibliothek für Medizin, Köln

Kategorie: Dokumentenlieferdienste
Über den Dokumentlieferdienst der Zentralbibliothek für Medizin (ZBMed) kann Fachliteratur aus dem Bereich der Medizin und verwandter Fächer bestellt werden. Recherche: Über die Kataloge der Bibliotheken. Lieferarten: E-Mail, Fax, Post, Eilzustellung. Direkt zur ZBMed. (http://www.zbmed.de/).
16.07.2002
Siehe auch: Dokumentenlieferdienst

Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften, Kiel (über das Institut für Weltwirtschaft)

Kategorie: Dokumentenlieferdienste
Wirtschaftswissenschaftliche Fachliteratur kann über den Dokumentlieferdienst der Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften bestellt werden. Recherche: Seit 1986 werden die wirtschaftswissenschaftlichen Veröffentlichungen in der Datenbank ECONIS = Economics Information System erfasst. Sie enthält zur Zeit ca. 930.000 bibliographische Nachweise (Stand: Ende 1999). Recherchen sind kostenfrei. Lieferarten: Fax, Post. Direkt zur Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften (http://www.uni-kiel.de/ifw/zbw/index.html), ECONICS (http://www.uni-kiel.de:8080/IfW/zbw/direkt.htm).
16.07.2002
Siehe auch: Dokumentenlieferdienst

DFG

Kategorie: Bibliothekarische Verbände & Vereine
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Informationseinrichtungen mit dem Ziel, der Forschung Literatur- und Informationsressourcen effizient und anforderungsgerecht zur Verfügung zu stellen. Die Fördermaßnahmen konzentrieren sich auf überregional wirksame Programme, die sich erstrecken auf die überregionale, fachlich gegliederte Literaturversorgung durch Sondersammelgebiets- und Spezialbibliotheken, den Aufbau einer Verteilten Digitalen Forschungsbibliothek, die Entwicklung modellhafter Dienstleistungskonzepte und Informationsinfrastrukturen, die Erschließung und den Nachweis alter, wertvoller und für die Forschung besonders interessanter Bestände, sowie auf bestandserhaltende Maßnahmen.
22.05.2002
Siehe auch: Überregionale Literaturversorgung

Dienstexemplar

Kategorie: Publikationen
Buch für den internen Gebrauch der Bibliothekare, meist handelt es sich um laufend für die Arbeit benötigte Nachschlagewerke. Dienstexemplare sind im Regelfall nicht öffentlich zugänglich und nicht entleihbar. Sollte einmal ausnahmsweise kein zweites Exemplar existieren, so kann das Dienstexemplar nach Rücksprache mit dem Bibliothekar kurzzeitig eingesehen werden.
29.04.2002
Siehe auch:

Digitale Bibliothek

Kategorie: EDV in Bibliotheken
Der Begriff bezeichnet eine Sammlung digitaler Dokumente. Manchmal sind dies die digitalen Bestände einer konkreten Bibliothek, die auf derem eigenen Server zugänglich sind. Meist werden aber auch andere Ressourcen, z. B. OPACs, CD-ROMs, gescannte Texte, Datenbanken, Dokumentlieferdienste etc. mit einbezogen. Diese werden dem Nutzer zugänglich gemacht. Der Zugriff kann auf bestimmte Benutzergruppen (z.B. Uni-Angehörige) beschränkt, oder kostenpflichtig sein. Oft werden in der Literatur die Begriffe Digitale Bibliothek und Virtuelle Bibliothek fast synonym verwendet, da sie beide ein digitales Zugriffssystem auf im Netz verteilte Informationen und Publikationen bedeuten. Im Kern kann man sie aber nicht ganz einheitlich definieren.
12.07.2002
Siehe auch: CD-ROM, Virtuelle Bibliothek, Datenbank

DK

Kategorie: Sacherschließung
s. Dezimalklassifikation
29.04.2002
Siehe auch:

Dokumentenbestellung in Kopie (DOD), der Deutschen Bibliothek

Kategorie: Dokumentenlieferdienste
Bei der "Dokumentbestellung in Kopie" besteht die Möglichkeit, Kopien von Aufsätzen, Beiträgen und Teilen aus Büchern, Zeitschriften und sonstigen Dokumenten aus dem Bestand der Deutschen Bibliothek Frankfurt am Main (DDB) zu bestellen. Der Service ist kostenpflichtig. Direkt zur Dokumentbestellung in Kopie der DDB (http://z3950gw.dbf.ddb.de/), Die Deutsche Bibliothek (http://www.ddb.de/)
16.07.2002
Siehe auch: Dokumentenlieferdienst

Dokumentenlieferdienst

Kategorie: Dokumentenlieferdienste
Die Dokumentenlieferdienste auf lokaler, regionaler, überregionaler oder internationaler Ebene arbeiten außerhalb der Fernleihstruktur und sind kostenpflichtig. Dokumentenlieferdienste wurden von einzelnen Bibliotheken oder durch den Zusammenschluss von Bibliotheken initiiert. Die Recherche, Bestellung und Lieferung kann zwischen dem bestellenden Benutzer und der liefernden Bibliothek, direkt auf elektronischem Wege abgewickelt werden. Relevante Dokumente werden per E-Mail, Fax oder konventionell per Post dem Kunden zugesandt. Subito soll hier erwähnt werden, weil dieser Dokumentenlieferdienst ein Zusammenschluss von über zwanzig Bibliotheken ist und deutschlandweite Dokumente liefert. Weitere elektronische Dokumentbestell- und -liefersysteme sind: JASON, GBV-direkt, GAUS, um nur einige zu nennen.
16.07.2002
Siehe auch: Leihverkehr (Fernleihe)

Drahtheftung

Kategorie: Bestandserhaltung / Buchbinderbegriffe
In den Jahrzehnten um die Wende vom 19. ins 20. Jahrhundert auch bei Büchern beliebte Form der Lagenheftung. Durch Feuchtigkeit und in Verbindung mit säurehaltigem Papier ergeben sich dadurch schwere Rostschäden und die Gefahr des Ausreißens von Lagen.
29.04.2002
Siehe auch:

Dreifachknickprobe

Kategorie: Bestandserhaltung / Buchbinderbegriffe
Ein Test, um die Schädigung des Papiers zu prüfen: Ein Eselsohr in die Seite knicken und drei Mal umfalzen. Was ein gesundes Papier ohne weiteres verträgt, führt beim sauren Papier zum Abbrechen der Ecke. Eine sanftere Methode besteht darin, mit dem Finger gegen die Seite zu schnalzen. Gutes Papier klingt dabei straff und hell, geschädigtes jedoch tonlos und dumpf.
29.04.2002
Siehe auch:

Dublin Core

Kategorie: Sacherschließung
Dublin Core ist ein Metadaten-Schema zur Beschreibung elektronischer Ressourcen. Ursprüngliches Ziel der Bemühungen von Bibliothekaren, Informationswissenschaftlern, Informatikern und Systemspezialisten war es, einen Minimalsatz von Erschließungselementen zu definieren, die zur verbesserten Präzision und Retrievalfähigkeit digitaler Dokumente bei Recherchen im Internet, z. B. mittels Suchmaschinen, verhelfen konnten. Um die weitreichenden Möglichkeiten des Internets zu nutzen, wurde das Konzept bald erweitert, um Bilddateien und andere Arten von Dateien einzuschließen. Somit konnten inhaltliche und formale Anfragen (nach Namen, Institutionen) gezielter zum Suchergebnis kommen. Weiterhin sollen alle Arten von Medien miteinbezogen werden, die vorher in mediengetrennten Sammlungen oder gar nicht erschlossen wurden (z. B. Bibliotheken und Bibliothekskataloge, Museen, Bildarchive etc.). Weitere Informationen unter http://dublincore.org/
29.04.2002
Siehe auch: Metadaten