Bibliothekarisches Glossar

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L

Alle Einträge mit dem Anfangsbuchstaben "L"

Lagenprotokoll

Kategorie: Bestandserhaltung / Buchbinderbegriffe
Die Lagenzusammensetzung von Pergament- und Papierhandschriften gibt Anhaltspunkte über die Entstehungsgeschichte und Vollständigkeit einer Handschrift und muss deshalb bei der Restaurierung dokumentiert werden. Hierfür kann man die in der Handschriftenkunde übliche Lagenformel nutzen: Römische Zahlen stehen für Doppelblätter, arabische Zahlen für Einzelblätter, hochgestellte arabische Zahlen bezeichnen die Blattzählung, Minuszeichen geben Verluststellen an, Pluszeichen stehen für Einfügungen. Angaben für Doppel- und Einzelblätter stehen in Klammern, eine arabische Ziffer vor der öffnenden Klammer gibt die Zahl der aufeinander folgenden gleichartigen Lagen an. Bei Einzelblättern sollte genauer beschrieben werden, ob sie umgelegt, aufgeklebt oder zusammengenäht sind. Beispiel: 10 (IV)80 bezeichnet zehn aufeinanderfolgende Lagen aus je vier Doppelblättern, das letzte Blatt der zehnten Lage trägt die Zahl 80.
04.05.2002
Siehe auch: Rara

Laminierung

Kategorie: Bestandserhaltung / Buchbinderbegriffe
Aufschweißen von Kunststoff-Folie auf einen Schrift- oder Bildträger in einer heizbaren Presse. Form der Kaschierung. In der Bestandserhaltung / Buchbinderbegriffe: Einschweißen von geschwächten (Buch-)Seiten zwischen durchsichtigen Kunststoffolien. Gilt als drastische Veränderung der Originalsubstanz. Alternativen sind das Stabilisieren mit Japanpapier und die Papierspaltung.
04.05.2002
Siehe auch: Papierspaltung , Einbetten

Leder

Kategorie: Bestandserhaltung / Buchbinderbegriffe
Von den Haaren befreite und gegerbte, meist auch gefettete und gefärbte Tierhaut. Die Bezeichnung der verschiedenen Lederarten richtet sich nach der Tierart (Rindleder, Kalbleder, Ziegenleder, Schweinsleder usw.), nach der Gerbart, nach der Zurichtung (hartes, weiches, glattes, wenig oder stark gefettetes Leder usw.) sowie nach dem Verwendungszweck.
29.04.2002
Siehe auch:

Lederbalsam

Kategorie: Bestandserhaltung / Buchbinderbegriffe
Vom Britischen Museum entwickeltes spezielles Lederpflegemittel insbesondere zum Schutz vor Rotem Verfall, bestehend aus Wollwachs, Bienenwachs, Zedernöl und Hexan. Die genaue Gewichtung der Zutaten bestimmt sich nach dem Zustand des zu behandelnden Objekts und dem angestrebten Effekt.
04.05.2002
Siehe auch: Roter Verfall

Lederband

Kategorie: Bestandserhaltung / Buchbinderbegriffe
Bucheinband, bei dem Deckel und Rücken mit Leder überzogen sind. Einbandschäden in Form von Fehlstellen werden durch Ergänzung mit neuem Leder behandelt. Sind beide Gelenke gerissen und zudem die Ecken und Kanten stark mitgenommen, so wird ein neuer Ledereinband hergestellt. Die erhaltenswerten Teile des alten Einbandes werden auf den neuen Einband geklebt oder nach entsprechender Bearbeitung in ihn eingelassen.
29.04.2002
Siehe auch:

Lederpflege

Kategorie: Bestandserhaltung / Buchbinderbegriffe
Lederpflege beinhaltet die Reinigung, Neutralisierung und Stabilisierung des Leders. Die Neutralisierung von Leder kann durch eine etwa fünfprozentige Kaliumlaktatlösung erzielt werden. Die Zufuhr von Fettsubstanzen erhöht die Elastizität des Leders und wirkt konservierend und stabilisierend. Wichtige Bestandteile von Lederpflegemitteln sind Wollwachs, Walrat, Klauenöl, Zedernöl und Glyzerin. Lederpflegemittel werden als Schmierstoffe für die Lederfasern benutzt. Allgemein verlangsamt Lederpflege die Alterung des Leders und verlängert die Lebensdauer des kollagenen Materials.
04.05.2002
Siehe auch: Walrat , Wollwachs (Cera lanae) , Zedernöl

Lehrbuch

Kategorie: Publikationen
In Lehrbüchern wird der gesicherte Erkenntnisstand eines Faches in knapper, leicht verständlicher Form dargestellt. Sie sind vor allem für Schüler, Auszubildende und Studierende geschrieben. Lehrbücher werden von Bibliotheken in Mehrfachexemplaren angeschafft und in der Lehrbuchsammlung meist im Freihandbereich aufgestellt.
04.05.2002
Siehe auch: Freihandbestand, Lehrbuchsammlung

Lehrbuchsammlung

Kategorie: Aufstellung
Teilbereich der Universitätsbibliothek, in dem häufig in Lehrveranstaltungen verwendete Lehrbücher in Mehrfachexemplaren in Freihandaufstellung zur Verfügung stehen. VERWEISE: Freihandbestand
29.04.2002
Siehe auch:

Leihfrist

Kategorie: Ausleihe
Die Leihfrist gibt den Zeitraum an, in dem die Bücher für den Benutzer zum Gebrauch zur Verfügung stehen. Die Leihfrist beträt in der Regel vier Wochen, bei Zeitschriftenbänden zwei Wochen. Die Leihfristen und die ausleihbaren Bestände variieren von Bibliothek zu Bibliothek.
15.07.2002
Siehe auch: Gebühren

Leihschein

Kategorie: Ausleihe
Das Bestell- bzw. Ausleihverfahren mit Hilfe eines Leihscheines (Bestellschein) ist nur noch in einigen wenigen Bibliotheken gebräulich. Heute werden computergestützte Verfahren angewendet. Der Leihschein ist ein vorgedrucktes, dreiteiliges Papierstück auf dem die Benutzerdaten und die bibliographischen Angaben des zu entleihenden Buches verzeichnet werden. Der Stammabschnitt des Bestellscheins enthält die Angaben über das gewünschte Buch und den Benutzer/Besteller. Die beiden anderen Abschnitte (Lösch- und Kuponabschnitt) enthalten jeweils die Signatur des Buches. Wird ein Buch ausgeliehen dient der Stammabschnitt und Löschabschnitt gemeinsam als Leihschein und wird in die Benutzerkartei eingeordnet. Der Kuponabschnitt wird in das Kuponregister eingefügt. Diese Register ermöglicht anhand der Signatur die Feststellung der zugehörigen Benutzer und Leihfrist. Gibt der Benutzer die Bücher in der Bibliothek zurück, erhält er den Stammabschnitt als Beleg für die Rückgabe des Buches. Der Kupon im Kuponregister wird mit Hilfe der auf dem Löschabschnitt verzeichneten Signatur gezogen und vernichtet.
15.07.2002
Siehe auch: Automatisierte Ausleihverbuchung

Leihverkehr (Fernleihe)

Kategorie: Fernleihe
Bibliotheken bieten den Sevice der Fernleihe von Bücher an. Ist die gewünschte Literatur nicht in der ortsansässigen Bibliothek vorhanden, kann diese bei anderen Bibliotheken beschafft werden. Die ortsansässige Bibliothek bestellt die Literatur bei der besitzende Bibliothek. Nach der Lieferung kann der Benutzer in seiner Bibliothek die Literatur in Empfang nehmen. Diese Art der Literaturbeschaffung wird Leihverkehr genannt. Man unterscheidet interner und auswärtiger Leihverkehr. Als interner Leihverkehr wird die Literaturbeschaffung innerhalb eines ortsansässigen Bibliothekssystem bezeichnet, also zwischen Zentral-und Fachbereichsbibliothek. Auswärtiger Leihverkehr stellt die Literaturverleihung zwischen zwei Bibliotheken an verschiedenen Orten dar. Ferner existiert zusätzlich noch der Deutsche Leihverkehr. Hier arbeiten viele Bibliotheken in Kooperation zusammen, um dem Benutzer nicht am Bibliotheksstandort vorhandene Literatur zu beschaffen. Man unterscheidet in den Regionalen und den Überregionalen Leihverkehr.
15.07.2002
Siehe auch:

Leihverkehrsregionen und Leihverkehrszentrale

Kategorie: Fernleihe
Eingeteilt ist der Überregionale Leihverkehr in Deutschland nach sogenannten Leihverkehrsregionen. Leihverkehrszentralen haben die Funktion den Überregionalen Leihverkehr zu organisieren. Gemäß der Leihverkehrsordnung (LVO) sind die Regionalen Zentralkataloge oder die Einrichtungen, die in den regionalen Verbundsystemen mit der Leihverkehrsteuerung beauftragt. In Deutschland gibt es derzeit folgende Regionale Zentralkataloge und Leihverkehrsregionen: Zentralkatalog Baden-Würtenberg, Bayerischer Zentralkatalog, Berliner Gesamtkatalog, Hessischer Zentralkatalog, Niedersächsischer Zentralkatalog, Norddeutscher Zentralkatalog, Zentralkatalog Nordrhein-Westfalen, Zentralkatalog Sachsen-Anhalt, Säschischer Zentralkatalog und Thüringer Zentralkatalog.
15.07.2002
Siehe auch:

Lektoratskoopertaion

Kategorie: Bibliothekarische Kooperationen
Lektoratskooperationen sind eine wichtige Hilfe für den Bestandsaufbau der Öffentlichen Bibliotheken. Dieses Angebot was durch die Zusammenarbeit vieler Bibliothekare Begutachtungen von Büchern und anderen Medien entstehen lässt, wird in den Besprechungsdiensten der ekz.bibliotheksservice GmbH den Bibliotheken zugänglich gemacht.
22.05.2002
Siehe auch: Bestandaufbau

Leseausweis

Kategorie: Ausleihe
16.07.2002
Siehe auch: Benutzerausweis

Lesestift

Kategorie: DV-Komponenten
Lesegerät zum Einlesen von Strichcodes (Barcodes), um die Medien eindeutig identifizieren zu können. Ein Lesestift ist ein Scanner in Stiftform, der wie ein Stift von links nach rechts über den Barcode bewegt wird. Verwendung finden Lesestifte z. B. bei der Ausleihverbuchung oder Katalogisierung der Medien.
30.04.2002
Siehe auch: Scanner

LIBER

Kategorie: Bibliothekarische Verbände & Vereine
The Ligue des Bibliothèques Européennes de Recherche (LIBER) is the principal association of the major research libraries of Europe. It was founded in 1971 under the auspices of the Council of Europe (CEC). Its current membership includes research libraries of more than thirty countries. LIBER membership is not restricted to the area of the European Union, and membership of research libraries outside the European Union is encouraged.
06.05.2002
Siehe auch:

LIBERO

Kategorie: Bibliothekssoftware
LIBERO ist ein Produkt der LIB-IT GmbH (http://www.libero.de/bibliothek/software.html), die sich ausschließlich mit der Ausstattung von Bibliotheken aller Art mit Informationstechnologie beschäftigt. Die Software verfügt über alle Module, die zum Betrieb einer Bibliothek benötigt werden. Alle Module arbeiten integriert auf einer gemeinsamen Datenbank. Das Produkt LIBERO ist für Firmen- und Spezialbibliotheken ebenso ausgelegt wie für Öffentliche und Wissenschaftliche Bibliotheken aller Größen.
29.04.2002
Siehe auch:

LIBRARY für Windows

Kategorie: Bibliothekssoftware
LIBRARY for Windows ist ein multimediales Bibliothekssystem für Service- und Verwaltungsaufgaben in allen Bibliotheken. Das Programm ist netzwerkfähig und enthält die Module Datenübernahme, Zeitschriften, OPAC, Statistik und Erwerbung. Mit bedienerfreundlicher Ausleihe, umfangreicher Recherche und schnell erstellten statistischen Auswertungen wird der eigentliche bibliothekarische Auftrag unterstützt. LIBRARY für Windows ist ein Produkt der Fleischmann Software Vertriebs GmbH (http://www.fleischmann.org/).
29.04.2002
Siehe auch:

Library Suppliers (Bibliothekslieferante)

Kategorie: Lieferant
Library Suppliers sind große Unternehmen, die sich auf die Handelsbeziehungen zu Bibliotheken spezialisiert haben. Sie bieten umfangreiche Leistungen: Zgriff auf eigene Datenbestände, Informations- und Statistikdienste und elektronische Bestellsysteme.
04.05.2002
Siehe auch: Bibliothekslieferante

Lieferung

Kategorie: Erwerbungsprozess
Die Lieferung bestellter Titel erfolgt umgehend oder entsprechend vereinbarter Lieferzeiträume. Der Lieferweg der bestellten Titel ist für die Bibliothek kostenfrei.
04.05.2002
Siehe auch:

Lignin

Kategorie: Bestandserhaltung / Buchbinderbegriffe
Neben Zellulose der Grundstoff des Holzes, Bestandteil des holzhaltigen Papiers. Lignin ist für das Vergilben von Papier verantwortlich und wirkt für die zersetzende Wirkung der Schwefelsäure wie ein Katalysator, weshalb holzhaltiges Papier besonders anfällig ist für den Säurefraß.
29.04.2002
Siehe auch:

Linkliste

Kategorie: Elektronisches Informationsangebot
Viele größere Bibliotheken stellen dem Benutzer auf ihrer Homepage Linklisten zur Verfügung. Diese sind thematisch geordnet und ermöglichen einen schnellen Sucheinstieg. Für Bibliotheksbenutzer, die nicht so vertraut sind mit Recherchen im Internet, ist dies eine gute Möglichkeit schnell und effizient relevante Informationen zu finden. Linkslisten können zum Beispiel aus Verweisen zu: Bibliotheken der Region, Suchmaschinen, Katalogen, Zeitung und Zeitschriften, fachspezifischen Internetquellen bestehen.
15.07.2002
Siehe auch: Homepage

Literaturerschließung

Kategorie: Bibliothekarische Kooperationen
Die Zusammenarbeit bei der Literaturerschliessung (Katalogisierung) stützt sich auf die in Gemeinschaftsarbeit der deutschen Bibliothekare erarbeiteten Katalog-Regelwerke (RAK und RSWK) und Normdateien (SWD, PND, GKD) und hat vor allem zur Entstehung regionaler Katalogverbundsysteme in den Ländern geführt, aber auch zu überregionalen Bestandsnachweisinstrumenten wie der Zeitschriftendatenbank (ZDB).
22.05.2002
Siehe auch: Katalogisierung, Personennamendatei (PND), PND, Regeln für den Schlagwortkatalog (RSWK), RSWK, Schlagwortnormdatei (SWD), SWD, GKD, RAK

Lokaldaten

Kategorie: Formalerschließung
Die Lokaldaten eines Werkes sind die besitzerspezifischen Daten, die sich nur auf das vorliegende Exemplar beziehen. Dazu gehören z.B. die Signatur, Exemplarzählung einer nummerierten Ausgabe. Die Unterscheidung zwischen Lokaldaten und bibliographischen Daten, die für alle Exemplare einer Ausgabe gleich sind, sind vor allem beim Austausch von Titeldaten zwischen Bibliotheken und in Verbundkatalogen wichtig.
29.04.2002
Siehe auch: Bibliographische Beschreibung, Titelaufnahme

Loseblattausgabe

Kategorie: Publikationen
Eine Loseblattausgabe besteht aus einzelnen Blättern, die in einer Ringmappe o.ä. gesammelt und zur Erhaltung der Aktualität des Inhalts in den einzelnen Lieferungen ausgetauscht oder ergänzt werden können. Wird häufig für juristische Gesetzessammlungen u.ä. verwendet.
29.04.2002
Siehe auch:

Luftfeuchtigkeit

Kategorie: Bestandserhaltung / Buchbinderbegriffe
Die in einem von Luft, Gas oder Dampf erfüllten Raum enthaltene Wasserdampfmenge. Die in g/qm angegebene absolute Feuchtigkeit ist gleich der in einem Volumen von 1qm tatsächlich enthaltenen Wasserdampfmenge, während die meist in Prozent angegebene relative Feuchtigkeit (Feuchtegrad) gleich dem Quotienten aus der vorhandenen und der bei den vorliegenden Bedingungen maximal möglichen, den Zustand der Sättigung kennzeichnenden Wasserdampfmenge ist. Die spezifische Feuchtigkeit entspricht der Wasserdampfmenge in Gramm, die in 1 kg feuchter Luft oder des betreffenden Gases oder Dampfes enthalten ist. Zu hohe Feuchtigkeit kann insbesondere zu Fäulnis, Verrottung und Frostschäden führen. Zu hohe bzw. zu niedrige Feuchtigkeit beeinflußt das Raumklima in ungünstiger Weise.
04.05.2002
Siehe auch: Raumklima

Luftfilter

Kategorie: Bestandserhaltung / Buchbinderbegriffe
Sollten in die Klimaanlage von Magazinräumen eingebaut werden, um Staubpartikel und Schadstoffe aus der Luft herauszufiltern. Empfehlenswert gegen Partikel sind Gewebefilter, für deren Wirkung neben dem Aufbau des Filtermediums v.a. Faserart und -feinheit bestimmend sind, gegen Luftschadstoffe sollten Aktivkohlefilter eingebaut werden, die die Absorption von Gasen, Geruchsstoffen und Dämpfen ermöglichen.
04.05.2002
Siehe auch: Luftschadstoffe

Luftschadstoffe

Kategorie: Bestandserhaltung / Buchbinderbegriffe
Insbesondere in Städten enthält die Luft eine Vielzahl organischer und anorganischer Stoffe in festem, flüssigem und gasförmigem Zustand. Eine für Bibliotheksmaterialien zersetzende Wirkung kann Schwefeldioxid (SO2) entfalten, das bei der Verbrennung von Kohle, Koks und Erdöl sowie durch Auto- und Industrieabgase entsteht. Für Papier und Leder wird SO2 schädlich, wenn es zu Schwefelsäure oxidiert. Zur Oxydation kommt es in Anwesenheit von Feuchtigkeit und Katalysatoren, die in Papier und Leder vorkommen können (Eisen, Mangan, Kupfer). Schwefelsäure ist stark ätzend und beständig und führt bei Leder zum Rotem Verfall. Papier reagiert sauer, Verfärbungen und Verhärtungen treten auf. Versuche haben gezeigt, daß die Aufnahme von SO2 mit höherer Luftfeuchtigkeit zunimmt. Die Konzentration von SO2 sollte 13 mg/m3 Luft nicht überschreiten. Der Säuregehalt des Papiers ist durch Messen des pH-Werts festzustellen. Eine weitere Belastung stellen die festen Stoffe in der Luft dar wie Ruß, Karbonate, Quarz und Eisenoxid. Ruß (unverbrannter Kohlenstoff mit öligen Bestandteilen) lässt sich von empfindlichen Oberflächen kaum mehr entfernen und kann außerdem Träger von Schwefelsäure sein.
04.05.2002
Siehe auch: Roter Verfall

Lufttemperatur

Kategorie: Bestandserhaltung / Buchbinderbegriffe
Eine zu hohe Lufttemperatur (über 20-21°C) beschleunigt allgemein den Ablauf chemischer Prozesse und damit die natürliche Alterung der Materialien, die brüchig werden und vergilben. Diese Gefahr besteht in besonderem Maße bei Beständen, die von Papierzerfall bedroht sind. In Verbindung mit einer hohen Feuchtigkeit der Luft begünstigt eine Temperatur über 20°C wiederum den Befall mit Schimmelpilzen und Bakterien. Einzelne Schimmelpilze wachsen bei höheren Temperaturen sogar dann, wenn die Feuchtigkeit im Nährmedium knapp unterhalb des Grenzwertes liegt. Eine zu niedrige Lufttemperatur (unter 16°) bewirkt beim Wechsel in eine wärmere Umgebung (z.B. in den Lesesaal) Temperaturschwankungen, die wiederum zur Bildung von Kondenswasser führen. Wird der Taupunkt unterschritten, so kondensiert die Luftfeuchtigkeit an kalten Oberflächen und bewirkt eine hohe relative Feuchte.
04.05.2002
Siehe auch: Bakterienbefall , Luftfeuchtigkeit , Schimmelpilzbefall

Lumbecken

Kategorie: Bestandserhaltung / Buchbinderbegriffe
04.05.2002
Siehe auch: Klebebindung