Bibliothekarisches Glossar

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P

Alle Einträge mit dem Anfangsbuchstaben "P"

Papierangießen

Kategorie: Bestandserhaltung / Buchbinderbegriffe
04.05.2002
Siehe auch: Anfasern

Papierfestigung

Kategorie: Bestandserhaltung / Buchbinderbegriffe
Stabilisierung brüchiger oder anderweitig instabilem Papier durch Papierspaltung, Laminierung oder Einbetten zwischen Lagen von Japanpapier. Außerdem können Einzelblättern bei einer Nassbehandlung gezielt Stabilisatoren wie Methylzellulose oder Karboxymethylzellulose zugeführt werden.
04.05.2002
Siehe auch: Laminierung , Nassbehandlung , Papierspaltverfahren , Einbetten

Papierspaltung

Kategorie: Bestandserhaltung / Buchbinderbegriffe
Ein Verfahren zum Festigen sehr brüchigen und beidseitig beschriebenen oder bedruckten Papiers. Bei starker Brüchigkeit müssen immer blattartige Gebilde (oft Japanpapier) zwischen die vorher in zwei Hälften gespaltenen beiden Blattoberflächen gebracht wird.
04.05.2002
Siehe auch: Papierspaltverfahren

Papierspaltverfahren

Kategorie: Bestandserhaltung / Buchbinderbegriffe
Auf die beiden Oberflächen wird zunächst mit einem leicht wasserlöslichen Klebstoff (Gelatine einer bestimmten Viskosität) je ein Trägerpapier geklebt. Der Klebstoff muss fest und durchgängig auf der Oberfläche haften oder sogar in sie eindringen, die Schichten beider Seiten dürfen aber im Innern nicht zusammentreffen. Nach angemessenem, aber nicht vollständigem Trocknen werden die beiden Trägerpapiere mit den daran haftenden Blatthälften auseinander gezogen und anschließend mit schwer wasserlöslichem Klebstoff (Kleister, Methylzellulose) rückseitig auf einem festigenden Kern (Japanpapier) geklebt. Abschließend werden die beiden äußeren Schichten, d. h. die Trägerpapiere samt Klebstoff in heißem Wasser und gegebenenfalls mit Hilfe von proteolytischem Enzym möglichst weitgehend entfernt. Papierspaltverfahren können manuell und maschinell durchgeführt werden.
04.05.2002
Siehe auch: Gelatine , Papierspaltung , Japanpapier

Papierzerfall

Kategorie: Bestandserhaltung / Buchbinderbegriffe
Während das jahrhundertelang aus Hadern hergestellte Papier alkalisch, holzfrei und dadurch sehr haltbar ist, ist Papier, das seit Mitte des 19. Jahrhunderts hergestellt wurde, aufgrund damaliger technischer Neuerungen heute vom Papierzerfall bedroht: Es vergilbt von den Rändern her, verbräunt und wird brüchig. Die Neuerungen, die sich heute so negativ auswirken, vollzogen sich in mehreren Stufen: - Seit Ende des 18. Jahrhunderts wurden auch gefärbte Lumpen als Rohstoff verwendet. Bei der Entfärbung wird die Zellulose durch Oxidationsprozesse destabilisiert. - Seit 1807 wurde Papierbrei mit Kalium-Aluminiumsulfat-Harz geleimt. Im Papier entstehen dadurch Substanzen, die unter Licht- und Sauerstoffeinwirkung Säure bilden. Im Papier entsteht aus Sulfat Schwefelsäure, die die Zellulose zersetzt. - Die Verwendung von Holzschliff als Papierrohstoff neben Hadern seit 1845 ist eine weitere Ursache für den Papierzerfall. Seit etwa 1870 wird Holz zum Hauptrohstoff bei der Papierherstellung.
29.04.2002
Siehe auch:

Pergament

Kategorie: Bestandserhaltung / Buchbinderbegriffe
Beschreibstoff aus enthaarten, geglätteten, häufig mit Kreideschlamm behandelten, ungegerbten Tierhäuten (Schaf, Ziege, Kalb). Nach Erfindung des Papiers verlor das Pergament seit dem 15./16. Jhdt. an Bedeutung.
29.04.2002
Siehe auch:

Pergamentbehandlung

Kategorie: Bestandserhaltung / Buchbinderbegriffe
Aufgrund der Beschaffenheit der Pergamentbeschreibstoffe sollte Pergament möglichst trocken behandelt werden. Pergamentreinigung kann z. B. durch Radieren, Schaben oder Schleifen erzielt werden. Stabilisierung und Fehlstellenergänzung werden mit Pergamentleim, Goldschlägerhaut, Gelatine, neuem Pergament oder mit Japanpapier erreicht.
04.05.2002
Siehe auch: Gelatine , Pergament , Einbetten , Japanpapier

Periodikum

Kategorie: Publikationen
07.05.2002
Siehe auch: Zeitschrift

Permutation

Kategorie: Sacherschließung
Bei der Permutation werden die Schlagwörter der Schlagwort-Grundkette vertauscht, um für Zettel- oder Listenkataloge Sucheinstiege unter allen suchrelevanten Schlagwörtern zu erhalten.
29.04.2002
Siehe auch: Schlagwort, Schlagwortkette

Personennamendatei (PND)

Kategorie: Erschließung
In der Personennamendatei (PND) werden alle für Formal- und Sacherschließung sowie nationale Katalogisierungsunternehmungen wesentlichen Namen zusammengeführt. Sie stellt vor allem eine Dienstleistung zur Vermeidung von Mehrfacharbeit bei der Ansetzung von Personennamen sowie zur Vereinheitlichung der Ansetzungsformen dar. Die PND wurde von 1995 bis 1998 in einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt aufgebaut und ist auf der Normdaten-CD-ROM Der Deutschen Bibliothek enthalten. VERWEISE: Ansetzung, Regeln für die alphabetische Katalogisierung, Regeln für den Schlagwortkatalog, Normdatei
29.04.2002
Siehe auch:

Pflichtablieferung

Kategorie: Erwerbungsart
Pflichtablieferung ist gesetzlich vorgeschriebene Abgabe von Medien an National-, Staats- und Landesbibliotheken. Die Medien werden vom Hersteller, d. h. Verlag, hrsg. Stelle usw. geliefert Sehe Pflichtexemplar.
04.05.2002
Siehe auch:

Pflichtexemplar (Pflichtstück)

Kategorie: Erwerbungsart
Pflichtexemplar ist das Exemplar einer Veröffentlichung, das aufgrund gesetzlicher Regelung an bestimmte Bibliotheken zumeist gratis abgeliefert werden muss Sehe Pflichtablieferung.
04.05.2002
Siehe auch: Erwerbungsarten

Phrasensuche

Kategorie: Recherche
Die Phrasensuche ermöglicht die Suche nach zusammenhängenden Wortfolgen, wie z.B. Desktop Publishing oder Vegetatives Nervensystem. Oft wird sie auch als Stringsuche bezeichnet. Man sucht also nach einer Zeichenkette. Dies ist wichtig z. B. bei der Suche nach Sachtiteln, die man komplett eingeben kann. Komfortable OPACs ermöglichen auch die Suche nach Phrasen, die nach dem Titelanfang beginnen. Man braucht in diesem Fall also nur einen zusammenhängenden Teil des Titels einzugeben.
03.05.2002
Siehe auch: Boole`scher Operator, Trunkierung

Physikalische Schimmelbekämpfung

Kategorie: Bestandserhaltung / Buchbinderbegriffe
Eine Form der physikalischen Schimmelbekämpfung ist die Bestrahlung des befallenen Bibliotheksguts. Erfolgreich angewandt wird die Gammabestrahlung, wobei Bedenken wegen der noch nicht genügend untersuchten Gefahr von längerfristigen Beeinträchtigungen der Papiereigenschaften bestehen.
29.04.2002
Siehe auch:

PI

Kategorie: Formalerschließung
29.04.2002
Siehe auch: Preussische Instruktionen (PI)

PICA

Kategorie: Bibliothekssoftware
Integriertes Bibliothekssystem der Firma OCLC/PICA (http://www.pica.nl/du/). PICA ist eine netzwerkfähige Bibliotheksverbundsoftware für alle Bibliotheksgrößen. Das System enthält Module für Ausleihe, Fernleihe, Katalogisierung, Erwerbung sowie OPAC. Anwender sind u. a. der Hessische Bibliotheksverbund (HEBIS), sowie der Gemeinsame Bibliotheksverbund (GBV). PICA beinhaltet einen integrierten Thesaurus und kann MAB und MARC-Strukturen abbilden. Die Software bietet verschiedensprachige Oberflächen, insgesamt sind neun Sprachen möglich.
29.04.2002
Siehe auch:

Pilzbefall

Kategorie: Bestandserhaltung / Buchbinderbegriffe
04.05.2002
Siehe auch: Schimmelpilzbefall

Planschrank

Kategorie: Aufstellung
Hierin werden Landkarten und Stadtpläne (geographisch-systematisch geordnet) und Sammlungen alter Grafik abgelegt.
29.04.2002
Siehe auch:

PND

Kategorie: Erschließung
29.04.2002
Siehe auch: Personennamendatei (PND)

Portal

Kategorie: Recherche
Als Portal werden Eröffnungs-Seiten von Online-Diensten oder Suchmaschinen bezeichnet. Sie liefern dem Internet-Nutzer sofort die für ihn relevanten Informationen, wie aktuelle Nachrichten aus Politik, Wirtschaft, Aktienkurse, Bildungsangebote u. a. m.
03.05.2002
Siehe auch: Suchmaschine, Katalog

Preprint

Kategorie: Publikationen
Wissenschaftliche Vorabpublikation, werden vor dem eigentlichen Erscheinen herausgegeben. Preprint gibt es auch als zusätzlichen Service von Zeitschriftenverlagen, dadurch erhalten die Leser die neusten Informationen. Als Alternative zu wissenschaftlichen Zeitschriftenverlagen gibt es Preprint-Server, auf denen wisschenschafliche Arbeiten zugänglich gemacht werden, die unter Umständen gar nicht mehr in Journalen veröffentlich werden.
07.05.2002
Siehe auch: Graue Literatur

Preussische Instruktionen (PI)

Kategorie: Formalerschließung
Die Instruktionen für die alphabetischen Kataloge der preußischen Bibliotheken, kurz Preussische Instruktionen (PI) sind ein Regelwerk zur Titelaufnahme und alphabetischen Einordnung, das 1908 in zweiter Auflage erschienen ist. Ein charakteristisches Merkmal der PI ist, dass bei Sachtiteln das erste grammatikalisch unabhängige (sinntragende) Substantiv für die Ordnung (Alphabetstelle) maßgeblich ist. Die PI wurden für neue Kataloge durch die Regeln für die alphabetische Katalogisierung (RAK) abgelöst. In vielen Bibliotheken findet man aber noch Altbestände, die nach PI gearbeitet sind. Dies gilt auch für gedruckte Kataloge älterer Zeit. VERWEISE: Regeln für die alphabetische Katalogisierung, Formalerschließung
29.04.2002
Siehe auch:

Privatisierung

Kategorie: Outsourcing
1. materielle P.: die öffentliche Hand "entlässt" die Aufgaben in gesellschaftliche Verantwortung, u.U. mit Kontrollrechten (s. Telekom, Bahn). 2. formelle P.: die öffentliche Hand bedient sich für den Vollzug der Handlungsformen des Privatrechts, z.B. indem sie eine GmbH gründet. Dies ist auch möglich für die Zusammenarbeit mit Privaten (Public Private Partnership) oder als Instrument der Verwaltungszusammenarbeit (z.B. Flughafen-GmbH, getragen von den örtlichen Gebietskörperschaften). 3. Vermögensprivatisierung: nicht benötigte Vermögensgegenstände, z.B. Grundstücke, Aktien, werden veräußert. Outsourcing könnte als "Teilprivatisierung" bezeichnet werden, es werden Teilleistungen von anderen bezogen ("Fremdvergabe"), damit verringert sich die Leistungstiefe, Aufgabe und (Gesamt-)Verantwortung bleiben aber in öffentlicher Hand. Die begrifflichen Abgrenzungen werden zunehmend schwieriger, wenn mit ausgebauter Kosten- und Leistungsrechnung - KLR Teilleistungen auf andere öffentliche Einrichtungen gegen Kostenerstattung übertragen werden, also "Outsourcing" auf andere öffentliche Einrichtungen stattfindet, die dabei u.U. im Wettbewerb mit privaten Anbietern auftreten.
29.04.2002
Siehe auch: Outsourcing

Protokoll

Kategorie: Datenformate und Datenaustausch
Festlegung eines Dialoges nach einem Satz von Regeln. Es werden Vereinbarungen getroffen, wie sich die Computer eines Netzwerkes untereinander verständigen. Dies geschieht auf verschiedenen Ebenen zwischen verschiedenen Geräten bei der Datenfernübertragung.
30.04.2002
Siehe auch: Z39.50, Netzwerk, Internet

Präsenzbibliothek

Kategorie: Aufstellung
Die Bücher können nur in den Lesesälen benutzt werden, sie sind also ständig in der Bibliothek präsent. Dadurch wird gewährleistet, dass die gewünschte Literatur ohne lange Wartezeit zur Verfügung steht. Die Benutzer ist aber gezwungen in (oft überfüllten) Lesesälen während der Öffnungszeiten zu arbeiten. Wissenschaftliche Spezialbibliotheken sind meist Pränsentbibliotheken.
29.04.2002
Siehe auch:

Prävention

Kategorie: Bestandserhaltung / Buchbinderbegriffe
Schadensvermeidung durch Vorbeugung. In den Bereich der Prävention fallen die Erhebung und Überwachung des Magazinklimas (Temperatur, relative Luftfeuchtigkeit, Staub- und Schadstoffgehalt der Luft), dadurch können die Aufbewahrungsbedingungen optimiert und Schäden vorgebeugt werden. Präventive Maßnahmen sind auch die Erhebung der Schadensarten und -grade, Schutzvorschriften zur schonenden Behandlung der Werke (Kopierverbot, Ausleihbeschränkung auf Lesesäle) und die Anleitung von Bibliothekspersonal und BenutzerInnen zum schonenden Umgang mit Büchern, Zeitschriften, Zeitungen und anderen Medien.
04.05.2002
Siehe auch: