Bibliothekarisches Glossar

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V

Alle Einträge mit dem Anfangsbuchstaben "V"

Verbale Sacherschließung

Kategorie: Sacherschließung
Die verbale Sacherschließung verwendet hauptsächlich natürlich-sprachliche Bezeichnungen (Schlagwort, Stichwort) zur inhaltlichen Beschreibung und Erschließung von Literatur. Durch die verbale Sacherschließung wird vor allem eine punktuelle Literatursuche ermöglicht, d.h. die rasche Ermittlung von Literatur zu einem begrenzten, genau definierbaren Thema. Die Schlagwortvergabe kann frei (d.h. nach individuellen Hausregeln unter Beachtung der bereits vergebenen Schlagworte ) oder aufgrund eines Schlagwortregelwerks (z.B. den Regeln für den Schlagwortkatalog - RSWK) erfolgen. Das Ergebnis der verbalen Sacherschließung ist der Schlagwort- oder Stichwortkatalog. VERWEISE: Sacherschließung, Regeln für den Schlagwortkatalog, Schlagwort, Schlagwortkatalog, Stichwort, Stichwortkatalog
29.04.2002
Siehe auch:

Verbundkatalog

Kategorie: Kataloge
Verbunkataloge bzw. die Verbundkatalogisierung wurde erst ermöglicht mit der Einführung der Datenverarbeitung in Bibliotheken. Ziel der Verbundkatalogiesierung ist die arbeitsteilige, kooperativer Katalogisierung durch mehrere, einem Verbund angeschlossen Bibliotheken. Bibliotheken speisen ihre Titelaufnamen in eine zentrale Katalogdatenbank ein. Somit stehen die Titelaufnahme den Verbund angeschlossen Biblitheken ebenfalls zur Verfügung. Ferner wird die Übernahme von bibliographischen Daten aus der Verbunddatenbank für Bibliotheken möglich. Dadurch wird die mehrmalige Titelaufnahmen eines Titels vermieden. Eine Reduzierung des Arbeitsaufwandes, Kostenersparnis und Rationalisierung ist das Ergebnis der Verbundkatalogisierung. In Deutschland existieren mehrer regionale Verbundsystem, wie zum Beispiel für Hessen, der Hessische Bibliotheksverbund (Hebis, Frankfurt a.M.). Der Benutzer profitiert ebenfalls von Verbundkatalogen. Über das Internet kann nach vorhandener Literatur einer Region online recherchiert werden. Zusätzlich erhält der Benutzer den Bestandnachweis der gesuchten Literatur und ob die Möglichkeit besteht diese über Fernleihe zu beziehen.
16.07.2002
Siehe auch:

Verfasserangabe

Kategorie: Formalerschließung
Die Verfasserangabe enthält den Verfasser und evtl. Herausgeber oder sonstige beteiligte Person gemäß der Haupttitelseite des Werkes.
30.04.2002
Siehe auch: Bibliographische Beschreibung, Titelaufnahme

Verfasserwerk

Kategorie: Formalerschließung
Als Verfasserwerk bezeichnet man ein Druckerzeugnis, das bis zu drei Autoren bzw. Autorinnen hat. Es erhält die Haupteintragung unter dem Verfasser.
07.05.2002
Siehe auch: Anonymes Werk, Sachtitelwerk, Titelaufnahme, Urheberwerk

Verkauf

Kategorie: Aussonderung
Falls entberliches Bibliotheksgut veräußert wird, ist die Veräußerung nur zum vollen Wert zulässig. Der volle Wert bestimmt sich nach den auf dem Antiquariatsmarkt oder im Buchhandel zu erzielenden Erlös.
04.05.2002
Siehe auch:

Verlängerung und Vormerkung

Kategorie: Ausleihe
Die Leihfrist gibt den Zeitraum an, in dem die Bücher für den Benutzer zum Gebrauch zur Verfügung stehen. Die Leihfrist beträt in der Regel vier Wochen, bei Zeitschriftenbänden zwei Wochen. Die Leihfristen und die ausleihbaren Bestände variieren von Bibliothek zu Bibliothek.
15.07.2002
Siehe auch:

Versandbuchhandel

Kategorie: Lieferant
Eine Versandbuchhandlung besitzt in der Regel kein Ladengeschäft. Sie arbeitet auf der Grundlage von Angeboten in Form von Katalogen, Anzeigen, Ansichtsexemplaren und dem Versand der bestellten Literatur direkt zum Kunden.
04.05.2002
Siehe auch:

Vertikalablage

Kategorie: Aufstellung
Behälter und Vorrichtungen, in denen Kleinschrifttum, z.B. dünne Broschüren, Prospekte oder Informationsblätter, aufbewahrt wird.
29.04.2002
Siehe auch:

Vertreter

Kategorie: Aufstellung
Auch Stellvertreter oder Repräsentant, beim Entnehmen des Buches wird an dessen Stelle eine besonders geschnittene Pappe eingestellt. Daran ist eine Tasche angebracht, in die ein Zettel mit der Signatur, dem Entleiher und dem Datum der Entnahme (z.B. Kopie des Leihscheins) eingesteckt wird.
29.04.2002
Siehe auch:

Verweisung

Kategorie: Formalerschließung
Verweisungen sind Auffindungshilfen für Eintragungen, da sie auf die Einordnungsstellen von Haupt- und Nebeneintragungen hinweisen. Z.B. wird bei Namensverweisungen von einer abweichenden Namensform auf die Ansetzungsform verwiesen.
30.04.2002
Siehe auch: Haupteintragung, Nebeneintragung, Titelaufnahme

Virtuelle Bibliothek

Kategorie: EDV in Bibliotheken
Eine virtuelle Bibliothek bietet einen strukturierten Zugriff auf Informationen im Internet. Anders als z.B. WWW-Kataloge, die vor allem auf Masse ausgelegt sind, werden in einer virtuellen Bibliothek nur wirklich fachrelevante Seiten ausgewählt. Diese werden mit umfangreichen Anmerkungen versehen, damit der Benutzer sofort erkennen kann, ob es sich lohnt, den Verweis anzuwählen oder nicht. Zusätzlich dazu kann in einer virtuellen Bibliothek auch auf Quellen der eigenen Bibliothek (wenn vorhanden) verwiesen werden. Im Vordergrund steht aber, dass sie nicht real als konkrete Bibliothek existiert, sondern lediglich virtuell (scheinbar oder der Möglichkeit nach) dem Nutzer bei Aufruf zur Verfügung steht.
12.07.2002
Siehe auch: Digitale Bibliothek, Internet

Virtueller Katalog

Kategorie: Recherche
Im virtuellen Katalog werden elektronisch erfasste Informationen nachgewiesen. So werden z. B. die Bestände, die in mehreren Bibliothekskatalogen nachgewiesen sind, in einem virtuellen Katalog über das Internet suchbar gemacht.
03.05.2002
Siehe auch: Virtuelle Bibliothek, KVK, KVVK

Volltext-Datenbank

Kategorie: Datenbanken und Informationsdienste
Eine Volltextdatenbank beinhaltet textlich formulierte Informationen. Sie speichert eine oder mehrere Originalquellen (z.B. Zeitungs- und Zeitschriftenartikel, Reports, Patentschriften) in der Form, dass die Texte vollständig abfragbar sind. Während die Volltextangebote der kommerziellen Hosts zumeist nur die Texte, nicht aber graphische Abbildungen oder digitalisierte Bildinformationen beinhalten, stellen entsprechende CD-ROM-Produkte neben dem recherchierbaren Volltext zunehmend auch die Bildinformationen bereit.
12.07.2002
Siehe auch: Datenbank, Bibliographische Datenbank, Fakten-Datenbank, CD-ROM-Datenbank, Online-Datenbank

Vorbeugende Schimmelbekämpfung

Kategorie: Bestandserhaltung / Buchbinderbegriffe
Gegenüber chemischen und physikalischen Methoden der Schimmelbekäpfung wird der vorbeugenden Priorität eingeräumt. Vorbeugende Maßnahmen sind die Reinhaltung der Magazine, konstantes Raumklima mit einer Temperatur von unter 25°C und Luftfeuchtigkeit von unter 55%, Pilzsporentests, Reinigen der Bücher mit Staubsauger mit Mikrobenfilter.
29.04.2002
Siehe auch:

VÖB

Kategorie: Bibliothekarische Verbände & Vereine
Im Jahre 1896 wurde der Österreichische Verein für Bibliothekswesen gegründet. Er war einer der ältesten bibliothekarischen Berufsverbände. Er setzte mannigfaltige Aktivitäten, gab auch Publikationen heraus und bestand bis zum Jahre 1919. In den nächsten 25 Jahren gab es keine organisierte Vertretung der österreichischen Bibliothekarinnen und Bibliothekare. 1945 wurde der Verein reorganisiert, gab sich neue Statuten und eine neue Geschäftsordnung und nannte sich Vereinigung österreichischer Bibliothekare (VÖB). 1993 wurden Teile der Statuten und der Geschäftsordnung überarbeitet und der Name des Vereins in Vereinigung österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare(VÖB) geändert. Heute gehören der VÖB über 1000 Mitglieder aus dem In- und Ausland an.
06.05.2002
Siehe auch: